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Metamorphose – Veränderung

17 Aug
Die Metamorphose von der Raupe zum Schmetterling – wie sie sehr schön in diesem Video von Terra X zu sehen ist – erklärt wie ich finde wunderbar, warum uns Transformation so schwer fällt.
Was wir für uns daraus ableiten können, ist:
1. Es braucht Geduld und Vertrauen – um die Phase zu überbrücken, in der „das Alte“ (die Raupe) nicht mehr passt und „das Neue“ (der Schmetterling) noch nicht seine Form gefunden hat, ja diese teilweise sogar noch nicht mal erkennbar ist.
2. Rückzug und Kraftschöpfen (in jeglicher Hinsicht) sind dabei ein guter Weg.
Viel Spass bei Eurer persönlichen Veränderung – auf dass Euch bald die Flügelchen trocken sind und ihr mit Leichtigkeit Eure neue Lebensphase genießt.

Ackern wir uns zu Tode?

9 Aug

Diesen Beitrag hielt ich (so oder so ähnlich) in freier Rede am 08.08.2016 bei den ToastMastern, Speakers Corner in München:

Karōshi.

Karōshi ist japanisch und bedeutet Tod durch Überarbeiten. Also einen plötzlichen berufsbezogenen Tod. Die Todesursache ist dabei meist ein durch Stress ausgelöster Herzinfarkt oder Schlaganfall. In Japan trat das Phänomen bereits in den 1970ern auf, wo Arbeitnehmer über Jahre hinweg sechs bis sieben Tage pro Woche mehr als zwölf Stunden täglich arbeiteten.

Aber auch in Deutschland machten vor einigen Jahren ähnliche Schlagzahlen in Deutschland die Runde: Arbeiten bis zum sprichwörtlichen Umfallen – immer mehr Menschen brechen heutzutage stressgeplagt bei der Arbeit schwer erkrankt zusammen – und scheiden nicht selten nach Burnout, Schlaganfall oder Herzinfarkt komplett aus dem Berufsleben aus.

Ackern wir uns zu Tode? Ich sage: Nein.

Denn seit 3 Jahren haben wir uns ein Stück Ackerfurche gepachtet, daher bin ich der Meinung wir ackern nicht viel genug!
Im Gegenteil, seitdem bin ich der Meinung, dass das Betreiben von Ackerbau oder zumindest einer kleinen Acker-Parzelle oder eines kleinen Gartens Stress reduziert und so vor dem Umfallen bei der Arbeit schützt:

Somit möchte ich Euch 3 Gründe nahelegen, warum m. E. jeder Ackerbau betreiben sollte:

  • Es ist gesund. Insbesondere Menschen, die sonst viel Zeit vor dem Computer sitzen und vor allem solche, die nicht ganz so sportlich sind, haben dadurch die Möglichkeit, Zeit an der frischen Luft zu verbringen und sich auf einfache Weise körperlich zu betätigen.
  • Egal, mit was für hochgeistigen Projekten und Ideen wir uns in unserer Arbeit beschäftigen, die Hände in der Erde zu haben, Unkraut zu jäten oder Saatgut bzw. Setzlinge zu Pflanzen verbindet uns mit dem Boden der Tatsachen. Es erdet ungemein.
    Wenn ich auf unserem Acker stehe und sehe, wie viele vor mir liegende Meter Acker noch umgegraben, Unkraut gezupft oder bepflanzt werden soll, geht es mir immer so wie dem Straßenkehrer Beppo in Michael Endes Buch „Momo“:

„Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich.
Man denkt, die ist schrecklich lang, das kann man niemals schaffen.
Aber man darf niemals die ganze Straße auf einmal denken.
Man muss nur an den nächsten Schritt denken,
an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich.
Auf einmal merkt man, dass man die ganze Straße gemacht hat.
Man hat gar nicht gemerkt, wie, und man ist gar nicht außer Puste.“

So gesehen, finde ich, hat Ackern etwas Meditatives!

  • Es erhöht die Wert-Schätzung gegenüber unserer Nahrung.
    Das selbst angebaute Gemüse zu essen, macht mich stolz. Außerdem schmeckt es viel besser als gekauftes. Wenn ich im Laufe von Wochen und Monaten sehe, wie viel Arbeit nötig ist, um 5 Karotten zu ernten, auch wenn die Arbeit noch so viel Freude macht, kommt mir immer wieder der Gedanke in den Sinn, unter welchen Bedingungen wohl die Karotten aufgewachsen sind, die man für 79 Cent das Kilo im Supermarkt kaufen kann.

Vermutlich denkt sich jetzt der eine oder andere von Euch: „Ich wohne hier in der Stadt, wie soll ich mir da ein Stück Acker leisten können bei den Bodenpreisen“ – oder: „Schrebergärten sind mir zu spießig.“

Auch in der Stadt gibt es verschiedene Möglichkeiten oder Initiativen, die dabei helfen, sich ein Stück Acker zu mieten und Gemüse anzubauen:

  1. Krautgärten – eine Initiative der Stadt München, gibt es in vielen verschiedenen Stadteilen
  2. ÖBZ (Ökologisches Bildungszentrum) in Daglfing
  3. O’Pflanzt is-Gemeinschaftsgärten – eine Privatinitiative in Schwabing/Neuhausen

So möchte ich abschließen mit einem Zitat des  indischen Dichters und Philosophen Rabindranath Tagore (1861 – 1941):

„Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen durch den Garten.“

Also, worauf wartet ihr noch?

Neue Beiträge zum Anhören

5 Jul

Ich freue mich, dass meine Beiträge teilweise zukünftig im Audio-Format zu hören sind.

Mein Podcast „Der Weg zurück ins Leben“ kann unter diesem Link angehört, herunter geladen oder abonniert werden: http://www.wegzurueckinsleben.libsyn.com/rss

Ich freue mich, wenn ihr nach wie vor dabei seid!

Bist Du richtig verbunden?

17 Jun

Diesen Beitrag hielt ich (so oder so ähnlich) in freier Rede am 13.06.2016 bei den ToastMastern, Speakers Corner in München:

Was haben das Internet und Spiritualität gemeinsam?

Nun, auf den ersten Blick nicht so viel. Bei genauerem Hinsehen können beide dieser scheinbar sehr verschiedenen Bereiche mit dem Begriff „Verbundenheit“ zusammen-gefasst werden.

Nun wird Spiritualität sowohl aus der Sicht von sehr religiösen Menschen als auch aus der Sicht von eher a-religiösen Menschen häufig als etwas esoterisch betrachtet. Dabei wurde Spiritualität sogar wissenschaftlich erforscht. Es wurden viele Menschen befragt und als Ergebnis kristallisierte sich der Begriff „Verbundenheit“ heraus – Verbundenheit, mit dem was uns umgibt.

Anhand einiger Beispiele möchte ich Euch zeigen, dass Verbundenheit gar nicht so etwas Exklusives ist wie viele meinen, sondern es möglich ist für jeden, diese in der einen oder anderen Dimension zu erfahren – von diesen Dimensionen gibt es vier:

  1. Verbundenheit mit der Natur, dem Kosmos
    Wer von Euch beispielsweise schon mal in den Bergen war und auf dem Berggipfel das Gefühl von besonderer Erhabenheit oder Demut beim Ausblick über die Umgebung hatte, kann nachvollziehen, was ich meine.
    Genauso, wie ein Spaziergang im Wald oder das Rauschen des Meeres am Strand ein Gefühl von Einssein mit der Natur hervorrufen kann.
  2. Verbundenheit mit den Mitmenschen, der sozialen Umwelt
    Das kann sich beispielsweise darin zeigen, wenn man an einen lieben Menschen denkt – und dieser dann ein paar Minuten später anruft.
    Oder wenn im gemeinsamen Gespräch aus dem Moment heraus neue Ideen und Möglichkeiten entstehen, die einer alleine nie gehabt hätte – die höhere Intelligenz der Gruppe sozusagen.

Das ergibt quasi eine horizontale Achse, deshalb werden diese beiden Dimensionen auch horizontale Verbundenheit genannt.

  1. Verbundenheit mit sich selbst
    Das bedeutet, zu fühlen – nicht nur vom Kopf her zu wissen -, wie ich mich gerade fühle. Bin ich traurig, bin ich glücklich, müde oder erschöpft, und dies wirklich zu fühlen.
  2. Verbundenheit mit dem Universum, dem Göttlichen, dem Größeren Ganzen
    Für eine wissenschaftliche Arbeit habe ich mit vielen Menschen gesprochen, die dafür unterschiedliche Begriffe oder Namen haben. In den monotheistischen Religionen sagt man: Gott, JHWE oder Allah, bei den Indianern sagt man glaube ich „großer Geist“ und für wieder andere ist damit ein universelles Wirkprinzip gemeint, das allem zugrunde liegt.
    Egal wie sie es nennen, die Menschen empfinden eine Verbundenheit mit etwas, das sie übersteigt und das dann bei ihnen den einen oder anderen guten Ein-Fall hervorruft.

Was eine vertikale Achse ergibt, die sich mit der horizontalen Achse im Individuum kreuzt, genauer gesagt: In dessen Herz.

Verbundenheit

Das ist die Essenz der Verbundenheit. Man erzeugt sie am besten, indem man jemandem oder etwas seine volle Aufmerksamkeit schenkt. Also NICHT indem man während einer Unterhaltung oder bei einem Spaziergang durch den Wald nebenbei noch schnell Emails liest, sondern einfach nur da ist – mit all seinen Sinnen und aus dem Herzen heraus.

Präsent zu sein heißt, jemandem oder etwas seine volle Aufmerksamkeit zu schenken. So, wie es sich anfühlt, wenn man barfuß am Strand den Sand zwischen den Zehen fühlt, oder das Vogelgezwitscher oder beim Spaziergang den Duft des Waldes wahrnimmt. DAS ist echte Präsenz.

Nicht zuletzt bedeutet das englische Wort present für Präsenz auch Geschenk.

Verbundenheit IST ein Geschenk, zumindest mal für uns selbst. Denn wir verschaffen uns dadurch Momente, die uns in Erinnerung bleiben. Erinnerungen sind es schließlich, die das Leben ausmachen.

Deshalb möchte ich Euch einladen, verbunden zu bleiben – und zwar nicht dem Smartphone sondern so wie auf dem obigen Flipchart.

 

Der Geist des Camino

14 Jun

Im Mai war ich mal wieder auf dem Jakobsweg unterwegs. Ein Stück Weg ging ich gemeinsam mit einer Frau, so unterhielten wir uns. Sie war das erste Mal auf dem Camino und wollte, nachdem sie schon so viel von Bekannten über den Jakobsweg gehört hatte, sich ein eigenes Bild davon machen und dem, wie sie es nannte, „Geist des Caminos“ auf die Spur kommen.

Auf meine Frage, ob es ihr schon gelungen sei, sagte sie, dass ihr einige Aspekte durchaus aufgefallen waren. Einer davon sei sicherlich die spezielle Art von Gemeinschaft, die auf dem Jakobsweg vorherrscht, sowie die Offenheit, durch die sie sich auszeichne.

Gemeinschaft meinte sie dabei durchaus im mehrfachen Sinn: Einerseits natürlich im Sinn einer großen Kollegialität: Man  hilft sich und unterstützt sich, sei es mit ganz praktischen Dingen, dass man sich gegenseitig Dinge (z. B. Lebensmittel hinterlässt), die man nicht mehr benötigt, tauscht sich aber auch über ganz praktische Dinge aus, wie Unterkunfts-Empfehlungen oder die Art, am besten seinen Rucksack zu tragen.
Zum anderen ist die Pilger-Gemeinschaft sicherlich auch eine Art Schicksalsgemeinschaft: Man hat ja den gleichen Weg und dasselbe Ziel.

Was das Thema Offenheit betrifft, gibt es auf dem Pilgerweg überdurchschnittlich häufig die Gelegenheit für besonders tiefe Begegnungen und Gespräche, die fast schon intimen Charakter haben. Dabei meine ich intim natürlich nicht im sexuellen Sinn, wobei auch das sicher vorkommt, sondern eher in dem Sinn, dass man durch das Teilen von sehr engem Raum (auch im übertragenen Sinn) – sei es in der Pilgerherbergen oder auf einem Stück Weg – aber auch durch das Mit-Teilen von teilweise sehr persönlichen Geschichten oder Begebenheiten sehr viel von anderen Menschen erfährt. Zumindest gemessen an der kurzen Zeit, die man einander kennt (diese wird ja meist eher in Stunden oder Tagen ausgedrückt als in Monaten oder Jahren, wie im „normalen“ Leben).
Mir zumindest ist es in meinem Alltag noch nicht passiert, dass mir jemand Fremdes oder ein Mensch, den ich das erste Mal eher zufällig in einem Lokal treffe, sofort seine halbe Lebensgeschichte erzählt oder mir Einblick in die Tiefen seines Seelenlebens gewährt. Wie z. B. mit welchen Päckchen ihn oder sie das Schicksal oder Leben beschenkt hat. Im Gegenteil, das dauert sogar im therapeutischen Kontext manchmal länger!

Wieso ist das so? Wieso begegnen wir zu Hause anderen Menschen anders und zeigen uns weniger offen und verletzlich?

Nun, vielleicht ist das (neben anderen Dingen) eines jener Geheimnisse des Caminos, die sich dem Menschen nicht sofort bis gar nicht offenbaren. Sozusagen, „der Geist des Caminos“. Das Numinose, „das ewig Geheimnisvolle“. So wie auch das Göttliche niemals vom Menschen vollständig erfasst werden kann…. Das, nach dem am Ende immer eine tiefe große Sehnsucht bleibt.

Geheimnis-umwobene Grüsse und
Alles Gute auf dem Weg wünscht

Christina Bolte

Ruhig schlafen – und andere Banalitäten

25 Mai

Neulich bin ich auf meiner letzten Wanderung auf dem (portugiesischen) Jakobsweg durch den spanischen Ort Tui gekommen, den ersten Ort nach Überschreiten der spanisch-portugiesischen Grenze.

Dies erinnerte mich an ein Erlebnis, das ich vor vier Jahren hatte, als ich das letzte Mal hier war. Damals übernachtete ich in einer kleinen privaten Herberge und freute mich, dass ich auch noch abends um 20 Uhr das einzige Bett in meinem 6-Bett-Zimmer belegte. Normalerweise sind „ordentliche“ Pilger (und deutsche Pilger sind seehhr ordentlich *Ironie aus*😉) um diese Zeit schon längst angekommen und spätestens um 22 Uhr auch im Bett, damit sie sich am nächsten Morgen pünktlich um 6.30 Uhr oder sogar noch früher wieder auf den Weg machen können.

So war auch ich an besagtem Tag um die Zeit schon im Bett und sanft am Schlummern, als plötzlich Horden von Menschen mit schweren Schuhen laut die Holztreppe hinauf polterten, sämtliche Türen aufrissen, Licht anmachten, sich lautstark in einer fremden Sprache (Portugiesisch) unterhielten, dann (nachdem sie netterweise das Licht wieder aus und die Türen wieder zugemacht hatten) lautstark die Treppe wieder hinunter polterten. Eine Stunde später wiederholte sich das ganze, zum Glück einige Dezibel leiser, aber immer noch laut genug, um viele der bereits Schlafenden nochmals aufzuwecken.

In mir hat die ganze Aktion damals verschiedene Reaktionen ausgelöst. Zum einen war ich ziemlich sauer, in Anbetracht der Rücksichtlosigkeit dieser Horde Männer (es waren keine Frauen dabei). Mein nächster Gedanke war: „Oh Gott, so muss es sich anfühlen, wenn Krieg ist, wenn böswillige Menschen einfach in die Häuser stürmen und (im besten Fall nur) Angst und Schrecken verbreiten.“ Dann wurde mir klar, in wie vielen Ländern auf diesem Planeten es heutzutage nichts Ungewöhnliches ist, nachts durch solche oder ähnliche Erlebnisse aus dem Schlaf gerissen zu werden und sich nicht einmal im eigenen Zuhause sicher fühlen zu können. Das ließ mich gleich ein Stückchen dankbarer werden dafür, dass wir in Europa schon ziemlich lange in Frieden leben können und ein friedlicher Nachtschlaf daher für mich bis dahin etwas Selbstverständliches gewesen ist.

Und Sie? Was für Erfahrungen haben Sie schon mal mit den sogenannten Selbstverständlichkeiten im Leben gemacht?

Ich freue mich auf Ihre Geschichten!

Ihre Christina Bolte

PS: Am nächsten Morgen löste sich das Rätsel übrigens auf. Was passiert war, war folgendes: Eine Gruppe von ca 8-10 Portugiesen hatte sich mit ihren Mountainbikes von Porto aus, quasi als Wochenendausflug, auf den Jakobsweg begeben. An diesem Tag hatten sie etwa die Hälfte der etwa 240 km bis nach Santiago zurück gelegt und waren entsprechend adrenalin- und testosterongeladen. Leider hatten sie auf der portugiesischen Seite keine Unterkunft mehr bekommen und beim Betreten der Herberge in Tui vergessen,
a) daß in Spanien die Uhren schon eine Stunde vorgingen und deshalb
b) die anderen Gäste schon am Schlafen waren und
c) ihre Schuhe mit den Klickpedal-Einsätzen auf der Holztreppe einen Heidenlärm verursachten.

PS2: Mit dem Beitrag will ich nicht gesagt haben, dass Portugiesen rücksichtslose Menschen sind, im Gegenteil, die meisten von ihnen, die ich traf waren überaus freundlich. Ich denke vielmehr, dass es sich bei dieser Geschichte um eine für größere Gruppen typische Hirn-aus-Aktion handelt…

Begegnungen

21 Mai

Gerade habe ich mich wieder mal auf den Weg gemacht – auf den Jakobsweg…

Dabei bin ich noch nicht einmal losgegangen, sondern nur mit dem Bus vom Flughafen in Vigo (Spanien) zum meinem Startort Valenca do Minho, der nördlichsten Stadt in Portugal, gefahren, wo ich morgen losgehen werde.

Dabei ist mir eine Sache sofort wieder aufgefallen (und ich vermute, das ist einer der Gründe, warum Menschen wieder und wieder pilgern gehen), die hier, unterwegs, total anders ist als in Deutschland – nämlich wie leicht man mit anderen Menschen ins Gespräch kommt. Anscheinend ist ein Rucksack oder eine Jakobsmuschel ein willkommenes Erkennungszeichen, um sich zu trauen, jemand Wildfremdes anzuquatschen – als ob alle anderen Menschen beissen würden… Ich jedenfalls finde es schön, wenn Menschen sich mitteilen – teilen, wer sie sind und was sie ausmacht. Das macht (unter anderem) für mich das Wesen des Jakobsweges aus.

Dabei wäre es doch eigentlich gar nicht so schwer, dies auch zu Hause zu tun, denn alles was man tun muss ist, mit offenen Augen und offenem Herzen herumzulaufen – anstatt wie es viele Menschen in meiner Münchner Heimat tun, sich hinter ihren Smartphones oder ihrer Musik zu verbarrikadieren, so dass man sich auch gar nicht trauen würde sie anzusprechen. Man könnte. sie ja dabei stören. Ich glaube jedenfalls, ich werde es mal ausprobieren, wenn ich wieder nach Hause komme, und einfach mal sehen was passiert, wenn ich mir meine Jakobsmuschel an meine Handtasche befestige. Wer weiss, wer mich da alles anspricht.

Habt ihr noch Ideen, um in Kontakt mit anderen Menschen zu kommen? Dann freue ich mich, wenn ihr sie mir mit-teilt.

Herzliche Grüße von unterwegs

von

Christina Bolte