Tag Archives: Wertschätzung

Operation am offenen Herzen

7 Okt

Diesen Beitrag hielt ich am 25.09.2017 in freier Rede, so oder so ähnlich, im Toastmasters Club Speakers Corner in München:

 

Liebe Toastmaster, liebe Gäste,

Hand aufs Herz – Erinnert ihr Euch noch an dieses gute alte Nokia-Handy?

Mein altes Nokia-Telefon

Mei, ist das lange her. Nokia Telefone gibt es ja schon fast so lange nicht mehr wie Nokia Fahrradreifen.

Was habe ich dieses Telefon geliebt! Es ist klein, leicht, und unkaputtbar. Seine großen Stärken waren – wie es sich für ein Telefon gehört – dass man optimal damit telefonieren konnte, und evtl. noch SMS schreiben. Das Beste war allerdings, dass mein gutes altes Nokia außerdem eine Akku-Laufzeit von 10 Tagen hatte! Noch mal zum Mitschreiben: Über eine Woche Akkulaufzeit!

Heutzutage gibt es ja Telefone, die sind so smart- die können ja beinahe alles: Telefonieren, im Internet surfen, fotografieren, navigieren – und wenn man Glück hat, hat man auch noch eine App zum Telefonieren. Und wenn man noch mehr Glück hat, hält der Akku sogar auch fast zwei Tage. Zwei ganze Tage!

Deshalb habe ich mich auch erst von meinem Nokia getrennt, als mich höhere Umstände dazu zwangen…

Genauso geliebt habe ich übrigens auch mein gutes altes Toshiba-Notebook! Windows XP, Office 2003 – gute ausgereifte ausspäh-sichere Software, die sich bewährt hatte. Die Festplatte hieß übrigens Schätzchen.

Auch die Trennung von Schätzchen fiel mehr sehr schwer. Vor ca. fünf Jahren, da war Schätzchen ca. 6 oder 7 Jahre, und kurz vor dem Verrecken. Immer wenn ich eine neue Hardware anschloss, wurde der Bildschirm ganz blau.

Blue Screen –

unter Kennern übrigens auch scherzhaft Blue Screen of Death (Blauer Bildschirm des Todes) oder Blauer Tod  genannt.

Nun ja, was tut man nicht alles für sein Schätzchen? Wie ihr Euch vielleicht schon denken könnt, bin ich eigentlich eher nicht so der technikverliebte Nerd. Dennoch entschied ich mich mutig für eine lebensverlängernde Maßnahme: Eine Erweiterung des Arbeitsspeichers sollte das Problem beheben. Von damals übliche 0,5 GigaByte auf dann sagenhaften 2,0 GigaByte!

Gesagt getan – bei einem Fachhändler zwei 2 neue 1-Giga Arbeitsspeicher gekauft, die auch prompt geliefert wurde. Das beste war: Sogar eine Montage-Anleitung wurde mitgeliefert. Wobei ich das zunächst gar nicht für nötig hielt, denn Bedienungsanleitungen sind ja eher was für Blondinen:
Also: Klappe hinten aufschrauben, Arbeitsspeicher einklicken, fertig.

Nun ja. Der Beamer, den ich anschließen wollte, lief immer noch nicht.

Also musste der zweite Arbeitsspeicher wohl doch noch montiert werden. Vielleicht erinnert ihr Euch: 2012 ist schon einen Weile her, damals waren diese „So reparieren Sie alles selbst“-Videos auf Youtube noch nicht so verbreitet wie heute. Also war ich froh, dass die Montage-Anleitung mitgeliefert worden war. Die Beschreibung klang einfach: „Der zweite Steckplatz für den Arbeitsspeicher befindet sich hinter der Tastatur.“

Wer von Euch noch nie an einem Laptop herumgeschraubt hat, kann sich das in etwa so vorstellen, wie eine Operation am offenen Herzen. Um den zweiten Arbeitsspeicher austauschen zu können, musste mehr oder weniger das komplette Innenleben demontiert werden, angefangen beim Akku über Festplatte, CD-Laufwerk und den Monitor- und Tastatur-Steckern. Dann kam der große Moment, wo die drei Roten lackierten Schrauben  aufgeschraubt werden mussten. Die drei rot lackierten Schrauben, die bedeuten:

„Achtung, Sperrgebiet – Lebensgefahr!

Wenn Sie hier weiter gehen, verlieren Sie jegliche Gewährleistungsansprüche!“ Nun ja, was eigentlich eh schon egal war – die Kiste war immerhin schon 6 oder 7 Jahren.

Also weiter schrauben – um den zweiten Steckplatz zu finden, mussten nun noch weitere Bauteile demontiert werden. So Nebensächlichkeiten wie Lautsprecher und WLan-Adapter.

Am Ende, nach Stunden,  war es geschafft. Und wir mussten zugeben: „Ja, der zweite Steckplatz für den Arbeitsspeicher befindet sich hinter der Tastatur.“
Aber etwas präziser ausgedrückt, war es in etwa so, als wenn wir eine Operation an der Wirbelsäule durch das Brustbein und die Rippen durchgeführt hätten! Ohne die Gedärme einfach beiseite zu schieben zu können, denn die Innereien des Computers mussten Stück für Stück demontiert werden.

Der Toshiba hat die OP übrigens gut überlebt – er läuft auch immer noch, wenn auch noch sehr langsam. So hab ich Schätzchen vor 4 Jahren durch einen Lenovo abgelöst. Aber das war natürlich nur eine rein geschäftliche Beziehung.

Obwohl das ganze eine sehr lehrreiche Erfahrung war, brauche ich so einen Nervenkitzel so schnell nicht wieder:
Wenn mein Smartphone jemals einen BlueScreen bekommen sollte, werde ich keine Speicher-Erweiterung oder ähnliche Operation vornehmen. Sondern dann freue ich mich, dass mein gutes altes Nokia noch funktioniert. Wenn das mal nicht nachhaltig ist!

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Das Unternehmen und seine Menschen

29 Jan

In dem Seminar-Programm eines schweizer Anbieters von Führungs- und Management-Seminaren fand ich vor einer Weile zwei Analogien zwischen einem Unternehmen und dem menschlichen Körper. Zum einen seien Prozesse das Nervensystem und zum anderen die Finanzen seien der Blut-kreislauf eines jeden Unternehmens. Auf die Frage, die mir spontan im Kopf auftauchte, was denn dann für das Unternehmen die Mitarbeiter sind, fand ich in dem Katalog leider keine Antwort.
Unabhängig von der Diskussion, ob der Vergleich zwischen einem Unternehmen und dem menschlichen Körper sinnvoll ist oder nicht, möchte daher ich an dieser Stelle die These aufstellen, dass die Mitarbeiter die Zellen eines jeden Unternehmens darstellen.

So zum Beispiel ist jeder Mensch wie auch jede Zelle seines Körpers ein eigener Mikroorganismus, sozusagen ein Individuum mit einer entsprechenden Identität. Für die eigene Identität ist es aber wichtig, die eigene Zugehörigkeit und auch die Organisationseinheit zu kennen, der man angehört. Vor allem letzteres ist auch im menschlichen Körper bei den Zellen wichtig, damit jedes Organ optimal funktionieren kann. Denn wenn eine Leberzelle plötzlich die Merkmale und Aufbau einer Zelle in der Mundschleimhaut aufweisen würde, könnte sie ihrer eigentlichen Aufgabe (sagen wir mal: Gallensaft zu produzieren) gar nicht mehr gerecht werden sondern würde stattdessen zum Beispiel Speichel absondern.

So ähnlich ist das auch in einem Unternehmen. Wenn das Marketing plötzlich anfängt die Buchhaltung zu machen, weil es ihr dort nicht schnell genug geht, kann das mitunter recht kreativ vonstatten gehen. Leider ist kreative Buchführung erfahrungsgemäß beim Finanzamt nicht sonderlich beliebt und kann dann für alle Beteiligten unangenehme Folgen haben.

Zum Abschluss noch ein kleiner Witz – von dem ich hoffe, dass er nie – zumindest nicht solange ich lebe – Realität wird.
Egal ob im Unternehmen oder auf diesem Planeten:
Sagt ein Planet zum anderen: “Du, ich habe Menschen !”
Sagt der andere: “Bleib locker, das geht vorbei…”

In diesem Sinne: Welche Aufgabe und Funktion haben die Mitarbeiter bei Ihnen im Unternehmen?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

Ihre Christina Bolte

Auf in den täglichen Kampf?

15 Jan

Es gab einmal eine Zeit vor einigen Jahren, da empfand ich mein Leben als täglichen Kampf. Ich befand mich in einem beruflichen Umfeld, das sehr männerdominiert war und in dem deshalb ein recht rauer Umgangston herrschte.
Um „meinen Mann zu stehen“ reihte ich mich ein in die Gepflogenheiten: „Wichtiges“ und richtiges Outfit waren Kostüm und Jackett. Im täglichen Umgang galt: Bloß keine Schwäche zeigen, und Gefühle schon mal gleich erst recht nicht. Wenn man mit jemandem gut konnte, durfte man auch schon mal den einen oder anderen (bestenfalls nur) blöden oder ironischen, schlechtestenfalls auch zynischen Spruch austauschen.

Etliche Jahre hat mir das sogar auch Spass gemacht, mich täglich neuen Herausforderungen zu stellen, und durch die jahrelange Übung war ich auch gar nicht mal so schlecht, denke ich. Aber irgendwann war es mir zu anstrengend.

Denn es war etwas passiert, was mich völlig aus dem Konzept brachte: Ich „verirrte“ mich auf den Jakobsweg. Natürlich verirrte ich mich nicht wirklich, denn ich entschied mich – nach der Lektüre von HaPe Kerkelings „Ich bin dann mal weg“ – schon recht bewußt dafür – allerdings ohne eine genaue Vorstellung davon zu haben, worauf ich mich einlassen. Und das war – der Weg.

Auf dem Jakobsweg begegneten mir viele Menschen, die so ganz anders „drauf“ waren als ich. Nicht nur vom beruflichen oder sozialen Hintergrund sondern auch mental, von ihrer Einstellung her. Aber darum soll es hier und heute auch gar nicht gehen, denn darüber habe ich ausführlich in meinem Buch „Burnout – Vom Jakobsweg zurück ins Leben“ geschrieben.

Was die vielen Begegnungen auf dem Jakobsweg allerdings völlig von meinem damaligen Alltag unterschieden, war die unglaubliche „Tiefe“ der Gespräche, die sich mir innerhalb unglaublich kurzer Zeit offenbarte. Was meine ich mit Tiefe? Nun, die Menschen unterwegs (zumindest die wenigsten) waren innerhalb von sehr kurzer Zeit in der Lage, sehr persönliche Dinge von sich preis zu geben, erzählten über Schicksalsschläge, Krankheiten und andere schwierige Situationen, mit denen sie sich gerade im Leben konfrontiert sahen und die sie veranlasst hatten, sich auf den Weg zu machen. So hatte auch ich die Möglichkeit, mich zu ohne meine gewohnte Maske (man könnte auch sagen: Rüstung) zu zeigen, ich selbst zu sein. Erstmals ließ ich es auch zu, dass sich (meine) tief vergrabene(n) Gefühle zeigen konnten – und merkte, wie wohltuend und erleichternd es war, keine „Rolle“ mehr zu spielen.

Doch dann war meine Reise wieder zu Ende, und ich ging wieder an meinen alten Arbeitsplatz zurück. Naturgemäß fand ich es sehr befremdlich, mich auf einmal wieder in das altbekannte „Korsett“ einzustellen – zumindest empfand ich die oben geschilderten Gepflogenheiten nun als solche. Es war, als ob ich – nachdem ich eine Weile die Leichtigkeit und Flexibilität eines Lebens ohne Ritterrüstung genossen hatte – dieses sperrige und vor allem starre Konstrukt wieder anlegen musste, um in der nächsten Schlacht bestehen zu können. Falls nicht, befürchtete ich zumindest, ähnlich einem heranwachsenden Krebs, der für kurze Zeit seine Hülle ablegt und die kurze Zeit, bis die neue Hülle sich gefestigt hat, nun weitestgehend nackt und verletzlich da zu stehen.

Zwar verhielt ich mich im Großen und Ganzen konform zu den oben geschilderten Gewohnheiten, die nun nicht mehr so ganz die meinen war, vor allem in größeren Runden und Besprechungen. Denn zumindest der Dresscode war nun etwas, was mir wenig innere Konflikte bereitete.
Aber in der weiteren Zeit an dieser Arbeitsstelle (es waren noch einige Jahre, bis mir die Hülle endgültig zu eng wurde) machte ich zu meiner Überraschung einige Entdeckungen. Ich nannte diese übrigens auch „Feldversuche“:

Gelegentlich hatte ich auch Arbeitsgespräche mit einigen Kollegen zu zweit, und in solchen Runden traute ich mich dann immer öfter, mein „Visier“ zu öffnen und mich nicht als Stelleninhaber meiner beruflichen Position (Controller, wer mag die schon?) sondern als Mensch zu zeigen. Soll ich Ihnen etwas sagen, es ist nicht ein einziges Mal ausgenutzt worden! Im Gegenteil, sehr oft wurde meine Offenheit zu meiner Überraschung sogar auch erwidert.

Ganz besonders im Gedächtnis geblieben ist mir eine Situation, als ich mit einem Kollegen bei einem Kaffee ein Gespräch führte. Eigentlich hatte ich mich gar nicht so auf das Gespräch gefreut, im Gegenteil, ich hatte eher mit einem mulmigen Gefühl zugesagt, denn ich hatte den Kollegen bisher eher als „schwierig“ in diversen größeren Runden wahrgenommen. Damals (und das tue ich auch heute sehr häufig noch) trug ich einen relativ großen Schmuckstein als Anhänger um den Hals. Können Sie sich vorstellen, wie blöd ich geschaut hatte, als eben dieser scheinbar so schwierige Kollege relativ zum Ende unseres Gesprächs einen Hämatit aus der Hosentasche zog und mir sagte, dass dies sein Glücksstein wäre, den er immer für schwierige Situationen dabei hätte?

Nun denn – damals gelangte ich zu der Erkenntnis, die ich auch heute noch vertrete: Wenn Dir etwas nicht gefällt, ist es an Dir dies zu ändern. DU bist der- oder diejenige, die den ersten Schritt dazu tun muss. DU bist der- oder diejenige, der/die zuerst sein Visier hochklappen muss.
Natürlich nicht immer und vor allem nicht in jeder Situation – aber immer öfter.

Ich jedenfalls habe es – trotz allem, dass ich mich im Großen und Ganzen nicht mehr wohlgefühlt habe in dieser Unternehmenskultur – als sehr bereichernd wahrgenommen, die teilweise langjährigen Arbeitskollegen auf einer neuen Ebene kennenzulernen und so in meinem kleinen Mikrokosmos eine andere (Arbeits-)Atmosphäre zu schaffen.
Heute habe ich mir – auch unabhängig vom Camino – viele tiefsinnige Begegnungsmöglichkeiten in meinem Alltag geschaffen, auch im beruflichen Umfeld. Nicht nur dadurch finde ich meinen neuen Alltag um ein Vielfaches bereichernder als den damaligen.

Ich wünsche Ihnen, dass auch Sie in Ihrem Leben und in Ihrem Umfeld einen Unterschied machen können. Versuchen Sie es, es lohnt sich!

Ihre Christina Bolte

Ach ja, wenn auch Sie Ihr Leben als täglichen Kampf empfinden – dann ist der/die KURS „Veränderung“ das richtige für Sie. Sie erhalten Hilfsmittel und Werkzeuge an die Hand und üben auch deren Gebrauch, damit Sie sich im Alltag besser schlagen können.
Aktuell beginnt wieder ein neuer Kurs, aber auch laufend ist ein Einstieg möglich.

Die Kunst des Zuhörens

30 Nov

Diesen Beitrag hielt ich (so oder so ähnlich) in freier Rede am 28.11.2016 bei den ToastMastern, Speakers Corner in München:

Die Kunst des Zuhörens

Das größte Kommunikationsproblem ist, dass wir nicht zuhören um zu verstehen, sondern wir hören zu um zu antworten.“ (Verfasser unbekannt)

Dieser Spruch begegnete mir vor einigen Tagen und sofort fühlte ich mich ertappt und an etliche Situationen erinnert, in denen ich im Gespräch, während mein Gegenüber noch redete, bereits im Kopf schon die Antwort formulierte. Oder ich im schlimmsten Fall den Anderen vor lauter Ungeduld sogar unterbrach. Wer von Euch kennt solche Situationen noch?

Tragischerweise ist man in solchen Situationen vom Zuhören weit entfernt. Häufig antwortet man dann ohne irgendeinen Bezug auf das zu nehmen, was der andere zuvor gesagt hat. Seine Botschaft kommt so meistens gar nicht bei uns an – Konflikte sind vorprogrammiert.

Liebe Toastmaster, liebe Gäste,

schon Zenon der Ältere, ein griechischer Philosoph aus dem 5. Jh. v. Chr., beobachtete:
Die Natur hat uns nur einen Mund, aber zwei Ohren gegeben, was darauf hindeutet, daß wir weniger sprechen und mehr zuhören sollten.“

Ich weiß nicht, ob diese Schlussfolgerung von allen Toastmastern so geteilt wird, denn neben der Verbesserung der Rhetorikfähigkeiten spielt aberbei den Toastmastern auch das Zuhören eine große Rolle. Deshalb wird es auch in verschiedenen Ämtern und Führungsprojekten aus dem CL-Handbuch geübt.

Heute möchte ich euch auf eine Reise des Zuhörens mitnehmen und lehne mich dabei an ein Kommunikationsmodell des deutsch-amerikanischen Professor Otto Scharmer an. So möchte ich Euch heute einladen, in den 4 folgenden Ebenen Neues zu entdecken.

  1. Ebene: Denkgewohnheiten und Zuhören in der Qualität des Herunterladens. Das ist, als ob ich in einem Raum stehe, dessen Wände aus Spiegeln bestehen: Ich sehe und höre nur das, was schon da ist, was ich hören will bzw. was ich eh schon weiß. Alles andere dringt gar nicht zu mir durch. „Ja, das ist schon bekannt.“
    Oder ich höre nur „nebenbei“ zu, und mache gleichzeitig noch etwas anderes, sei es dass ich nebenher am PC arbeite oder mit meinem Smartphone beschäftigt bin. Durch diese Haltung nimmt man sich die Möglichkeit, vom Gegenüber etwas Spannendes oder Neues zu erfahren oder ihn näher kennenzulernen. So verpasst man Chancen auf neue Erfahrungen.
  2. Ebene: faktisches Zuhören – das ist, als ob ich am Rande meines Raumes von eben stehe, ich nehme war, was dort passiert und wenn ich Glück habe, entdecke ich durch ein Fenster nach draußen etwas Neues.
    Ich tausche mich auf sehr faktenorientierte Weise aus, in der Wissenschaft beispielsweise. Bei den Toastmastern gehören zum Beispiel auch Ämter wie der Sprachstil-Bewerter oder Füllwortzähler dazu.
    Faktisches Zuhören erfordert ein Innehalten, und eine Überprüfung seiner Urteils- und Denkgewohnheiten. Offenes Denken – damit ich überhaupt zu der Erkenntnis kommen kann: „Aha, das war jetzt für mich ein neuer Aspekt, das hatte ich bisher anders gesehen – oder das habe ich bisher noch gar nicht gesehen!“ anstatt: „Das ist falsch, das kann gar nicht sein“.
    Dafür ist es hilfreich, Fragen zu stellen oder zu paraphrasieren, um zu überprüfen ob man das ganze richtig verstanden hat. Die Hauptsache beim Faktischen Zuhören ist allerdings, erst die Fakten und Aussagen zu analysieren und dann erst Schlüsse daraus zu ziehen. So sagt auch der Dalai Lama:
    Wenn du sprichst, wiederholst Du nur, was du eh schon weißt; wenn du zuhörst, kannst Du unter Umständen etwas Neues lernen.“ – ist das nicht großartig?
  3. Ebene – ist das empathische Zuhören. Dies erfordert ein Umwenden oder auch ein Hinwenden. Um bei obigem Raum zu bleiben: Durch das geöffnete Fenster nehme ich auch Stimmungen wahr, die von draußen zu mir hereindringen – es ist das Wahrnehmen dessen, was zwischen den Zeilen steht oder auch das non-verbale. Zum Beispiel: „In Ihren Wort schwingt Ärger mit – gibt es etwas, mit dem Sie nicht einverstanden sind?“
    Durch Einfühlsamkeit lerne ich, die Realität aus der Perspektive des anderen zu sehen und kann dessen Lebensumstände mit empfinden, so in etwa wie in dem indianischen Sprichwort: „Urteile nicht über einen Menschen, bevor du nicht 7 Meilen oder einen Monat in seinen Mokassins gelaufen bist!“ Für das empathische Zuhören hilft eine offene Körperhaltung und ein gelegentliches Zustimmen oder Nicken. Empathisches Zuhören bedeutet nicht, dass man die gleiche Meinung wie sein Gegenüber annehmen muss.
  4. Ebene – generatives Zuhören. Es bedeutet einen Raum intensiver Aufmerksamkeit und offener Präsenz zu schaffen, so dass der Redende die Möglichkeit bekommt, Dinge zu sagen, die ihm selbst noch nicht so bewusst waren.
    Anstatt Dinge aus der Vergangenheit zu reproduzieren, die schon da sind, erschaffe ich Neues, was aus dem Moment heraus entsteht.
    Ein Beispiel dafür ist die Improvisation eines Musikers in einem Orchester, der das größere Ganze hört und gleichzeitig sein Instrument so spielen kann, dass gemeinsam etwas Neues entsteht.

Wenn jemand diese Kunst des Zuhörens beherrscht, gewinnt der Ausdruck „jemandem Audienz gewähren“ so gesehen  eine neue Bedeutung: Denn Generatives Zuhören weckt im Gegenüber ein bisher noch nicht sichtbar gewesenes Potenzial. So kann eine im Entstehen begriffene Zukunfts­möglichkeit sich zumindest mal verbalisieren oder gar manifestieren.

Genau deshalb sind nicht Visionen die wichtigste Fähigkeit oder Eigenschaft einer Führungs- persönlichkeit. Sondern die Quelle von jeglichem großartigen Leadership ist das Zuhören, denn es bringt nicht nur Neues hervor, sondern kann auch das höchstmögliche Potenzial in anderen Menschen zum Vorschein bringen.

Unternehmens-Gesundheit

30 Okt

Im Rahmen meiner früheren langjährigen Tätigkeit im Controlling eines großen Industrieunternehmens erlebte ich regelmäßig, was in vielen Unternehmen in Krisenzeiten gerne mal gemacht wird und was eigentlich jedes Controller-Herz erfreuen sollte: Zur Optimierung (bzw. in Krisenzeiten: Rettung) des Betriebsergebnisses wurde ebenso regelmäßig der Focus eher auf pauschale Kostenreduzierungen gelegt, die à la Praktiker-Baumarkt („20 % auf alles, außer auf Tiernahrung“) mit dem Gießkannen-Prinzip auf alle Bereiche verteilt wurden, anstatt auf die Überlegung, wie man die Wirkung am Absatzmarkt verändern könnte.

„Gute Sache“, dachte ich anfangs, denn somit wurde endlich jenen Leuten Einhalt geboten, die ich mindestens fünf Mal täglich und kaffeetrinkenderweise in der Kantine sehen konnte, während ich auf dem Weg von einem Termin zum nächsten dort rastlos vorbeihetzte, oder solchen, die ihren lieben, langen Arbeitstag mit Hirngespinsten und Spielereien verbrachten.
Und so trug im ersten Jahr das per Gießkannen-Prinzip pauschal verteilte Einsparpaket auch ohne signifikante Kollateralschäden zu einem erfolgreichen Jahresabschluss bei. Prima, dachte man sich auf oberster Ebene, was einmal geht, geht auch öfter so gut – und verordnete das vermeintlich erfolgreiche Patentrezept gleich noch ein paar Mal.
Allerdings lernte man dafür an manch anderer Stelle dazu, was dazu beitrug, dass nun Heerscharen an Menschen wochenlang damit beschäftigt waren zu argumentieren, warum das eigene Budget die -20% nun gerade ausgerechnet nicht hergab. Zeit, die eigentlich für etwas wirklich Sinnvolles (im Sinne des Kunden beispielsweise) hätte verwendet werden können.

Auch in mir reifte mit der Zeit eine neue Erkenntnis, nämlich dass das Ausquetschen von möglicherweise (möglicherweise jedoch auch nicht) vorhandenen Freiräumen einen ganz gewaltigen Nachteil hatte. Während nämlich den Maschinen und Anlagen in der Produktion immerhin gelegentlich mal eine Freischicht zur Instandhaltung gegönnt wurde, liefen die Mitarbeiter heiß. Auch wenn viele Controller und Krisenmanager häufig der Ansicht sind, die Belegschaft wäre primär ein mehr oder weniger beliebig reduzierbarer Kostenfaktor, sollte an dieser Stelle auch daran erinnert werden, dass die Mitarbeiter auch in einem ganz erheblichen Umfang als Leistungsträger zum Unternehmenserfolg beitragen. Mit der Konsequenz, dass auch diese „nur Menschen“ sind und daher nicht unbegrenzt belastet werden können.
Auch der Rationalisierung von Arbeitszeiten um scheinbar unproduktive Kaffeepausen – die, wie ich es heute sehr häufig erlebe, durchaus dem kreativen Austausch und Generierung bzw. Vermehrung von Informationen dienen, stehe ich mittlerweile recht kritisch gegenüber. Denn wenn die Unternehmensziele ihren Focus einseitig auf Gewinnmaximierung legen und andere Stake-Holder am Unternehmen, wie zum Beispiel die Mitarbeiter, vernachlässigt werden, hat das meist Effekte, die erst auf den zweiten Blick mit der Ursache in Verbindung gebracht werden, weil sie mitunter erst eine ganze Weile später sichtbar werden. So waren Kreativitäts- (= Innovations-)verlust, Demotivation und daraus resultierend Leistungseinbußen oder in einigen Fällen Burnout die Folge.

Mittlerweile ist mir klar, dass – wenn ich wie anfangs über die Menschen im Bistro dachte – aus meinen Gedanken eigentlich nur der Neid sprach, weil ich mir selbst viel zu selten auch einmal eine kurze Kaffeepause gönnte…

So möchte ich abschließen mit einem Zitat Stefan Zweig: „Auch die Pause gehört zum Rhythmus„.
Ich wünsche Ihnen – passend zu den bayrischen Herbstferien – eine erholsame Pause und gutes Durchatmen.

Ihre Christina Bolte

PS: Was den „Erfolg“ von Praktikers‘ Gießkannen-Prinzip angeht, sich dies ja mittlerweile auch schon gezeigt…

Pilger Dich reich!

10 Feb

Diesen Beitrag hielt ich (so oder so ähnlich) in freier Rede am 09.02.2015 bei den ToastMastern, Speakers Corner in München:

Viele Menschen, denen ich vom Pilgern erzähle, fragen mich immer: Warum tust Du Dir das an, tage- und wochenlang durch die Hitze zu laufen, sich Wind und Wetter auszusetzen, permanent sein Zeug durch die Gegend zu schleppen, Blasen an den Füssen zu bekommen, um dann in Herbergen mit Hunderten von anderen Menschen zusammen eingepfercht in einen Schlafsaal zu verbringen, mit Sanitärbereichen in dubiosen Zuständen?

So unglaubwürdig es auch klingen mag, genau deswegen tue ich es mir an: um tage- und wochenlang durch die Gegend zu laufen und Blasen an den Füssen zu bekommen. Das ist zwar manchmal ziemlich ätzend und auch mitunter schmerzhaft, aber trotz allem Tag um Tag, Kilometer um Kilometer weiter zu laufen, laufen zu können! – macht mich ehrlich gesagt dankbar.

Dankbar für die Leistungsfähigkeit und Ausdauer meiner Beine und Füße, die mich Tag um Tag, Schritt für Schritt auch durch meinen Alltag tragen, und das, obwohl ich sie nicht immer gut behandele. Ist das etwa kein Wunder? Auf dem Jakobsweg wird mir bewusst, wieviel mein Körper und auch meine Organe für mich leisten – und wie dankbar ich ihnen dafür sein kann. Danke Körper!

Und genau deshalb, tue ich es mir auch an, mich dabei Wind und Wetter auszusetzen. Ich bin hautnah mit der Natur in Verbindung – und allen ihren Kräften: Mit der Sonne, und auch mit dem Regen. Klar ist das nervig, vor allem wenn das Wetter nun schon zum dritten Mal von Sonnenschein auf Regen wechselt, was jedes Mal damit verbunden ist, den Rucksack abzusetzen und seine Jacke aus und wieder anzuziehen. Für mich ist es der Wahnsinn, ein riesiges Feld voller Mohnblumen zu bestaunen oder den Morgentau, der dir Pflanzen oder auch Spinnennetze am Wegrand benetzt. Jedes Mal, wenn ich am Himmel einen Regenbogen entdecke, frage ich mich von Neuem, ob es wohl tatsächlich schon mal jemandem gelungen ist, den Topf mit Gold an dessen Ende zu finden.

Letztendlich sind es nämlich nicht die vielen Kilometer, Kirchen oder Herbergen, die das Pilgern so erinnernswert machen, sondern die Vielzahl an schönen Momenten, die Erinnerungen, die Emotionen, der Duft nach frisch gemähtem Gras, die herzzerreißenden galizischen Melodien und vor allem die Gespräche mit anderen Pilgern, die das Herz berühren.

Es sind die vielen kleinen, scheinbar normalen Dinge, die das Herz erblühen lassen und das Pilgern so besonders machen: Eine warme Dusche, saubere Kleidung, ein Getränk nach längerer Durststrecke – die Tatsache, dass man morgens nicht lange überlegen muss, welches seiner 3 Trikots man anzieht oder auch nur ein Nachlassen Deiner Schmerzen.

Dankbarkeit zu üben, nicht nur auf dem Camino, sondern auch im Alltag, verstärkt das Bewusstsein für all die kleinen und großen Geschenke, den Reichtum und die Freuden in Deinem Leben. Deshalb möchte ich Euch einladen: Pilgert euch reich, Ende April mit mir auf dem Tiroler Jakobsweg – weitere Details gibt es hier!

Zum Welt-Herz-Tag: Ein Loblied dem Herzen

28 Sep

„Das menschliche Herz schlägt in 70 Jahren drei Milliarden Mal und befördert dabei bis zu 250 Millionen Liter Blut.“

Wußten Sie das? Dieses Zitat unbekannten Verfassers fand ich auf den Punkt zusammengefasst im Internet, auch wenn ich – wie ich gestehen muss – diese Zahlen bereits irgendwann einmal im Rahmen meiner Heilpraktikerausbildung gelernt habe.  Dennoch ist es dann aber doch noch einmal eine ganz andere Geschichte, diese nüchternen Zahlen mit der eigentlichen Anstrengung,  Hochleistung  und der unermüdliche Arbeit zu assozieren, die mein Herz tagtäglich, Minute für Minute tatsächlich für mich erbringt.

Haben Sie Ihrem Herzen dafür bereits einmal gedankt? Wie häufig betrachten wir dieses kontinuierliche Funktionieren unseres Herzens, das uns am Leben erhält – und nicht nur das: Das es uns auch ermöglicht unserem Wirken und Schaffen im Leben nachzugehen – als selbstverständlich. Doch auch wenn ein Mensch mittlerweile das eine oder andere Organ entbehren kann – denn beispielsweise ohne eine Niere oder ohne eine Lunge kann man noch einige Jahre recht passabel überleben – ohne das Herz und dessen unermüdliches Schlagen wäre unser Leben ziemlich schnell beendet.

Doch leider ist das menschliche Herz nicht so unerschütterlich und un-kaputtbar wie wir häufig denken. Denn das Herz (und damit zusammenhängend der gesamte Blutkreislauf) ist beipielsweise eines der am häufigsten von stressbedingten Erkrankungen betroffenen Organe. Bluthochdruck ist da wohl eher noch eine leichte Diagnose (zwar nicht unbedingt für das betroffene Herz, aber zumindest wenn man sieht, wie die meisten betroffenen Herz-Besitzer mit dem Befund umgehen …)

Die wohl für die Betroffenen einschneidendste Diagnose „Herzinfarkt“ trifft viele Betroffene quasi aus heiterem Himmel (was aber nicht stimmt, denn häufig wurde viele andere Warnzeichen des Körpers, wie Bluthochdruck, Herzstolpern oder sogar Angina pectoris-Anfälle (Brustenge) nicht wahrgenommen oder gar ignoriert). Mitunter – in ca. einem Viertel aller Fälle (Quelle der Zahlen: Wikipedia) – verläuft der Herzinfarkt auch tödlich.

Auch wenn ein Herzinfarkt für den Betroffenen nicht tödlich ist – ein mehr oder weniger großen Teil der Herzmuskulatur stirbt unwiederbringlich ab. Was bei einer unveränderten Lebenführung die Belastung für den verbleibenden Herzteil ungleich erschwert. 

Und auch dem Betroffenen beschert der Infarkt häufig unerwünscht lange Ausfallzeiten – meist zu einem denkbar ungünstig gelegenen Zeitpunkt. Langwierige Operationen, die monate- oder gar jahrelange Einnahme zahlreicher und häufig nebenwirkungsreicher Medikamente sowie wochenlange Rehas sind die Folge. Dort erhält der Patient – wenn man den Berichten in diversen Klinikbewertungsportalen Glauben schenken mag – langweilige Kost (Zitat: „sogar die Wurst musste ich mir im Supermarkt selbst kaufen“) und nervige bis langweile Sport- und Entspannungskurse.

Nicht zu Unrecht, wie ich finde. Denn Ziel einer Reha ist ja, den Patienten wieder an eine solche Herz-freundliche Lebensführung, die er im Laufe des Lebens verlernt hat, wieder heranzuführen. Denn was dem Herzen (und dem Körper) gut tut, sowohl nach einem Herzinfarkt wie auch vorbeugend – sind Bewegung, Alkohol- und Nikotin-Abstinenz, gesunde Ernährung und Entspannung.

Was die Entspannung mit dem Herzen zu tun haben soll, werden Sie sich nun möglicherweise fragen. Ganz einfach – die Entspannung ist das was häufig zu kurz kommt, wenn man zu viel zu tun, zu viel Stress hat. Denn Stress (im medizinischen Sinne) ist ja nichts anderes als die Belastung, der unser Körper oder ein Organ ausgesetzt wird. Und wie im Sinne des Wortes lebens-wichtig der Wechsel von Belastung oder Stress, also Anspannung, und Entspannung ist, verdeutlicht uns der menschliche Herzschlag sehr anschaulich: Denn wenn der Herzmuskel nur angespannt wäre, würde das Herz sich verkrampfen anstatt zu schlagen. Das Blut würde in unseren Blutgefäßen zum Stocken kommen.
Wäre der Herzmusktel immer nur entspannt, hätte es nicht genügend Kraft um das sauerstoffreiche Blut zur Versorgung sämtlicher Körperzellen durch unseren Kreislauf zu pumpen. In diesem Fall würde das Blut wie ein stehender Tümpel in unserem Körper vor sich hin faulen.

Sie sehen also, bei hoher alltäglicher Anspannung ist regelmässige Entspannung – seien es Spaziergänge, Atemübungen, Malen oder auch mal Nichtstun – lebensverlängernd. Ihrem Herzen zu Liebe können Sie zustätzlich auch bereits weitere Präventionsmaßnahmen unternehmen: Mehr Bewegung, gesunde, fettärmere Nahrung und generelle Stress-Prävention. Wer sagt, er hätte dazu keine Zeit, dem sei dieser wunderbare Cartoon von Randy Glasbergen „ans Herz gelegt“
(auch Lachen ist übrigens gut fürs Herz, denn Lachen entspannt).

Oder wie der Philosoph Friedrich Nietzsche (1844-1900) sagt:
„Mancher findet sein Herz nicht eher, als bis er seinen Kopf verliert.“

Warum also Warten mit der Umstellung der Lebensumstände bis ein Infarkt (oder Burnout) Sie dazu zwingt? 
Bei der Umsetzung unterstütze ich Sie gerne – Ihr Herz wird es Ihnen danken…
Sprechen Sie mich an.

Weitere Infos zum Herzen und zum Welt-Herz-Tag am 29.09.2012 wie auch Präventionsmaßnahmen finden Sie hier.

Herz-lichst
Ihre Christina Bolte

FührungsKunst (1)

16 Aug

Im Mai nahm ich einen Tag an dem Kongress „Wirtschaft & Gesundheit“ der Akademie Heiligenfeld in Bad Kissingen teil.

Während vormittags das Programm eher aus Vorträgen bestand, war nachmittags Mitmachen angesagt – Workshop nannte sich das Ganze. Und obwohl ich ursprünglich an einem ganz anderen Workshop geplant hatte teilzunehmen, entschied ich mich spontan für eine Veranstaltung mit dem Titel „Spirituelles Selbstmanagement – Ein Weg zur Versöhnung von Macht und Liebe“.

Was mich genau bewogen hat, genau in genau diese Veranstaltung zu gehen, weiß ich nicht mehr genau, aber im Nachhinein muss es wohl Fügung gewesen sein. Oder besser: Führung – innere Führung.

Und damit ging es für mich auch gleich ins Thema, obwohl der Workshop-Titel zunächst erstmal keinen Zusammenhang zum Thema Führung vermuten ließ. Denn – so hieß es später im Verlauf des Workshops – für die „innere Führung“ empfänglich zu sein, gleicht es der genauen Einstellung, die er bedarf, um einen Radiosender einzustellen. Dieser wird zwar immer gesendet, wenn wir selbst aber auf der falschen Frequenz eingestellt sind, bekommen wir davon nichts mit. Um also Kontakt mit dem inneren Radiosender aufzunehmen, bedarf es ein wenig Training – und Innehalten, damit man auch mal kurz wahrnehmen kann, wer denn da überhaupt gerade so sendet. Und vor allem, dass auch der Körper und das Herz mal die Gelegenheit haben, zu erkennen, wie es sich anfühlt, wenn man die richtige Frequenz gefunden hat!

Zurück zum Selbstmanagement: Klar war uns allen, dass wer andere führt, zunächst einmal sich selbst „im Griff“ haben sollte. Was im Wesentlichen heißt, im Einklang mit sich selbst zu sein: Angefangen bei den eigenen Gefühlen und der eigenen Kommunikation (inklusive der Kommunikation nach innen!) über eigene klare Standpunkte und Ziele bis hin zur Klarheit über die eigenen Ressourcen und Handlungsmotive.

Denn wenn die Motive – so erörterten wir bei der Begriffsklärung der beiden Tabuthemen „Macht“ und „Liebe“ im Untertitel der Veranstaltung – Angst, Scham, Überheblichkeit oder Ähnliches sind, passiert es leicht, dass Macht – vor allem wenn diese ohne Liebe und Bewußtsein ausgeübt wird – bei anderen Menschen zutiefst verletzend wirkt. Und dort häufig das Gegenteil auslöst, nämlich Ohnmacht.

Außerdem wies die Referentin auf ein interessantes Wortspiel im Englischen hin, als wir über die 7 Chakren zu sprechen kamen. Chakra wird ja meist mit „Energie-Zentrum“ übersetzt, und bei gesunden Menschen sind die Chakren gut ausgeglichen, so dass ein optimaler Energiefluss gewährleistet ist. Auf Englisch heißen die Chakren sinnigerweise Centers of Power, was genauso gut mit „Macht-Zentrum“ übersetzt werden kann – nur wenn die Chakren gut ausgeglichen sind und so unsere Lebensenergie und Liebe (im Sinne von Wertschätzung) gut fliessen können, können wir optimal in unserer Macht stehen.

Wobei Macht hier im positiven Sinne gemeint ist. Nämlich im Sinne von Führung,  Klarheit und Verbundenheit mit der Allgemeinheit, und nicht im Sinne von Selbstverliebtheit und (andere) in die Irre führen. Und somit schliesst sich der Kreis wieder – zum Thema eingangs erwähnten Kontakt mit dem inneren Sender. Um für diesen die richtige Einstellung zu finden, bedarf es etwas Übung. Aber das ist ja mit allem so. Vor allem die Dinge, die in Richtung von Virtuosität und Kunst gehen.

Und so möchte ich diesen Beitrag mit einem Zitat von der Referentin, Frau Dr. Barbara von Meibom vom Berliner Institut für Führungskunst, beenden. Denn es fasst – wie ich finde – präzise und eloquent alle wesentlichen Aspekte des Workshops und gleichzeitig auch des Themas „Führung“ zusammen:

Wo Führung zur Kunst wird
Geschieht sie im Einklang mit
übergeordneten Gesetzmäßigkeiten
des Lebens, des Zusammenlebens und
des persönlichen Wohlbefindens.

Führungskunst gründet sich
in Selbstführung. Sie ist getragen von
einer Haltung der Wertschätzung
von sich, anderen und gegenüber
der natürlichen Mitwelt.

Führungskunst ist ein Weg
Verantwortung für sich und andere
zu übernehmen, in dem sich die
scheinbaren Gegensätze versöhnen,
wie zwischen:
Macht und Liebe
Wertschöpfung und Wertschätzung
Wissen und Weisheit
Führen und geführt werden
Effizienz und Nachhaltigkeit
Männern und Frauen
Wissenschaft und Spiritualität
Verändern und Bewahren 

Führungskunst bringt Schönheit hervor:
In uns
In unserem Zusammenleben
In unserem Zusammenwirken
Im gestalteten Raum
In unseren Organisationen
In unseren Produkten und Dienstleistungen
In unseren Städten
In unserer Umwelt.

Zur Inspiration:
„Spirituelles Selbstmanagement“ von Barbara v. Meibom,
erschienen 2009 im Kamphausen-Verlag, Bielefeld 

weitere Infos zum Thema unter http://www.communio-fuehrungskunst.de

Von grauen Mäusen und bunten Vögeln

9 Apr

Ich bin froh, dass es wieder Frühling wird und die Café-Saison wieder losgeht. Denn eine Sache, die ich daran persönlich besonders schätze ist, dass man gemütlich in einem Café in der Sonne sitzen kann und Menschen beobachten kann, vorzugsweise an gut besuchten Plätzen. Einfach nur dasitzen, beobachten – und staunen. Ich nenne das immer: In den Sozialzoo gehen.

Ich kann Ihnen wirklich empfehlen, das auch einmal zu probieren, denn es laufen teilweise wirklich ganz besondere Exemplare auf Deutschlands Strassen umher!

Und nachdem ich ja vor kurzem erst über das Thema Öffentlichkeit geschrieben habe, ist mir dabei aufgefallen, dass sich die Menschen neben den herkömmlichen Merkmalen (wie Geschlecht, Alter, Herkunft) auch in Bezug auf ihr Öffentlichkeitsverhalten klassifizieren lassen.

Zum Beispiel gibt es Menschen, die haben eine ausgeprägte Öffentlichkeits-Aversion. Ich möchte sie hier als „graue Mäuschen“ bezeichnen. Graue Mäuse lieben es – wie Mäuse es nun mal so tun – sich in der breiten Masse der anonymen „Gesellschaft“ zu verstecken und haben ein schon fast panische Abscheu davor, in der Öffentlichkeit zu stehen oder aus einer Menge hervorzustechen und tun daher alles, um dies zu vermeiden.
In einem Lokal eine Tasse auf dem Boden fallen zu lassen und dann die Blicke aller Umstehenden auf sich gerichtet zu wissen, gehört für sie zu den größten Alpträumen.

Andererseits gibt es Menschen, die ich gerne als „bunte Vögel“ bezeichne. Sie haben eine sehr ausgeprägte Öffentlichkeits-Affinität und – so wie ein Pfau aus seinem farbenfrohen Federkleid ein Rad schlägt – suchen bunte Vögel immer wieder gerne Situationen um aufzufallen und wahrgenommen zu werden. Ihnen keine Aufmerksamkeit zukommen zu lassen ist so ähnlich wie Blumen nicht zu gießen – sie gehen dann früher oder später ein. 

Von diesem Typus gibt es nach meinen Beobachtungen zwei Ausprägungen:
Die einen möchten gerne im Rahmen der gesellschaftlichen Konventionen auffallen, sei es (wie überwiegend bei Frauen zu beobachten ist) durch extravagante Kleidung, auffälligen Schmuck oder Frisuren. Oder (was gerne bei Männern vorkommt) sie betonen ihr Auftreten durch Statussymbole, wie ein großes, besonderes und/oder PS-starkes Auto, ein Segelboot oder die Präsenz im Golfclub.

Andere wiederum fallen bewusst gerne „aus dem Rahmen“ des Gewöhnlichen. Sie betonen beispielsweise ihren unkonventionellen Lebensstil, den sie meistens recht medienwirksam vermarkten, sei es dass sie Auswandern oder nach einer steilen Karriere ins Kloster gehen. Oder treten im Extremfall auch schon mal  nackt in Fernseh-Shows auf.

Aber ich finde: Gesund ist das beides nicht. Denn wer – wie ein bunter Vogel – die Aufmerksamkeit der anderen zum Leben benötigt wie Luft zum Atmen, oder wer – wie eine graue Maus – bei der geringsten „Überdosis“ an Aufmerksamkeit von außen im Boden versinken möchte, hat ein Problem. Und zwar mit sich selbst. Oder seinem Selbstwertgefühl.

Gesund dagegen ist, dann aufzustehen und aus der Menge aufzutauchen, wenn es etwas zu sagen oder zu tun gibt – wie ein gut erzogener Wachhund vielleicht. Und dann auch wieder problemlos anerkennen zu können, wenn andere Menschen in der ersten Reihe stehen oder das Sagen haben. Dazu gehört auch, ehrlich gemeinten Lob und Dank annehmen zu können, ohne großes Trara. Je nachdem, wie es die Situation gerade erfordert.

Genauso gesund finde ich Menschen – und es macht mir auch wirkliche Freude, diese zu beobachten – die aus reinem Spass am Leben an einem frösteligen Ostermontag zu den feurigen Salsa-Klängen einer Latino-Band mittanzen. Natürlich sticht so etwas ins Auge und erregt auch irgendwie Aufmerksamkeit, aber dazu war es ja nicht primär gedacht. Sicherlich mag der eine oder andere einwenden, dass solch ein Verhalten doch kindisch sein mag. Kann schon sein – denn was sie letztendlich mit Kindern gemeinsam haben, ist, dass man ihnen die pure Lust am Leben so richtig ansehen kann – aber in keinem Fall kann man sie ihnen nehmen. Und das finde ich wunder-voll.

Also, wann nutzen Sie das frühlingshafte Wetter um in den Sozialzoo zu gehen? Ich bin gespannt, was für Exemplare Sie entdecken!

Kooperation – oder: 1 + 1 = 3

6 Feb

Wenn ich an die Studien- und Ausbildungszeit in meinem ersten Beruf als Wirtschafts­ingenieurin zurückdenke und an die Art und Weise wie Frauen häufig miteinander und untereinander umgingen, fühle ich mich ganz heftig an Amerikanische TV-Serien à la „Sex and the City“ erinnert: Zicken-Alarm vom Feinsten!

Allzuoft versuchte „frau“ mit kurzen Röcken, frechen Sprüchen oder anderen mehr oder weniger arbeitsrelevanten (und zumeist subtilen) Methoden, die Zuneigung der männlichen Kommilitonen oder die Aufmerksamkeit der Dozenten zu gewinnen. Ähnliches wurde auch versucht, um sich beim Chef zu profilieren. Weibliches Konkurrenz-Verhalten?

Ich jedenfalls glaube nicht, dass ein solches Verhalten „typisch weiblich“ ist – vielmehr sieht die Art und Weise des gleichen Verhaltensmusters, nämlich dem Mangelgedanken, bei Männern einfach nur anders aus. Unter Mangelgedanken oder Konkurrenzdenken verstehe ich in diesem Zusammenhang das vorherrschende Gefühl, sich und anderen etwas beweisen zu müssen. Oder die Befürchtung, dass der oder die andere einem etwas wegnehmen könnte.

Bei Wikipedia liest man unter Konkurrenz: lat. concurrere „zusammenlaufen“, „um die Wette laufen“. Aber um was läuft man denn eigentlich mit der sogenannten Konkurrenz um die Wette? In der Wirtschaft bezieht sich das wohl auf den Wettbewerb verschiedener Anbieter um die Gunst der Kunden.

Was ist es denn eigentlich, was mir jemand anderes wegnehmen könnte, auf das ich einen Anspruch hätte? Wie komme ich auf diesen „Anspruch“? Und könnte man es nicht auch so sehen, dass es umso weniger wahrscheinlich ist, dass sich jemand ausgerechnet mit mir in genau diese Nische drängen möchte, je klarer und trennschärfer ich positioniert bin. Je genauer also meine Nische definiert ist?

 „Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann von niemandem überholt werden.“
Marlon Brando

Es stellt sich natürlich die Frage, ob es immer so einfach – und auch sinnvoll – ist, den eigenen Weg als Einzelkämpfer(in) zu beschreiten? Denn, was nützt es mir, wenn ich als kreativer Geist vor Ideen übersprudele, aber alleine nicht in der Lage bin, diese auch nur annähernd in die Tat umzusetzen?

Bereits Thomas von Aquin  erkannte im 13. Jahrhundert, dass vereinte Kraft „zur Herbeiführung des Erfolges oft wirksamer [ist] als zersplitterte oder geteilte.“ Kooperation (von lat. cooperatio – „Zusammenwirkung“, „Mitwirkung“) lautet demnach das Motto. 

Grundvoraussetzung für eine – für alle Beteiligten „fruchtbare“, gewinnbringende – Kooperation ist aus meiner Sicht eine klare Positionierung der Einzelnen: Lesen Sie gerne nochmal in den Beiträgen unseres Oktober-Impulses nach! Und im Optimalfall ergänzen sich die Fähigkeiten und Eigenschaften der Kooperierenden zum Nutzen aller.

Konkret bedeutet das, dass sich zunächst einmal jede(r) Einzelne für sich gesehen Gedanken darüber macht, was er bzw. sie in die Zusammenarbeit mit einbringen kann und möchte – und was nicht. Anschließend sollte dies vor allem auch auf eine klare und wertschätzende Weise kommuniziert werden. Geschieht dies nicht und die Erwartungen der Einzelnen an ein Geben und Nehmen sind nicht geklärt, kann es passieren (muss aber nicht), dass sich die weniger „scharf abgegrenzten“ Kooperationspartner über kurz oder lang unzufrieden aus der Kooperation zurückziehen.

 Es gibt jedoch auch Fälle, in denen die gegenseitige Wertschätzung für die Individualität und Beiträge des einen oder der anderen ist nicht gegeben ist. Oder eine Partei versucht, sich einseitige oder unangemessene Vorteile zu verschaffen. So ein Verhalten stellt natürlich die Kooperation und insbesondere den betreffende Kooperationspartner sehr stark auf die Probe, denn das ist in etwa so, als ob ich das Licht meines Kooperationspartners bewusst unter den Scheffel stelle, in der Hoffnung, dadurch selbst mehr zu „glänzen“. Tatsächlich ist es aber so, dass nicht nur das Licht unter dem Scheffel nicht seine volle Leuchtkraft entwickeln kann.  Letztendlich bedeutet dies jedoch auch, dass damit die ganze Kooperation nicht ihr volles Potenzial entfalten kann oder im Zweifelsfall zugrunde geht.

Ein überaus geniales Konzept der Kooperation demonstriert uns übrigens die Schöpfung! Nehmen wir als Beispiel den menschlichen Körper mit all seinen vielfältigen Organen: Angefangen über die Knochen, die Haut, das Herz, die Lungen, den Magen bis hin zu den übrigen Organen – jedes hat eine bestimmte Funktion und Aufgaben und trägt dadurch zur Aufrechterhaltung der Lebensfähigkeit und –qualität des „Organ-Inhabers“ bei. Dabei ist es zumeist noch nicht mal erforderlich, über die Aufgabenverteilung neu zu verhandeln.

Kommt es jedoch aufgrund von Krankheit oder mangelnder „Pflege“ beziehungsweise Fürsorge zu Defiziten in der Leistung des einen Organs, sind ganz automatisch bis zu einem gewissen Grad die übrigen Organe bereit und in der Lage, dessen Aufgaben zu übernehmen um so das oberste Ziel der Kooperation, nämlich das Überleben des Körpers, zu gewährleisten.

Stellen Sie sich nun einmal vor, dass irgendeines der Organe spontan beschließt, aus der Kooperation auszusteigen und ab sofort nur noch das zu tun, wozu es Lust hat oder sich auf Kosten der anderen Organe übermäßig Platz zu verschaffen. Die medizinischen Ausdrücke für diese Krankheiten des Ungleichgewichts heißen Organversagen oder Krebs – und meistens ist der vorzeitige Tod des Organismus die Konsequenz. Das Ende der Kooperation…

Was ist nun der Part, den jede(r) Einzelne von Ihnen und uns zum guten Gelingen einer Kooperation beitragen kann?

  • Welches sind Ihre Motive, mit anderen Menschen zusammenarbeiten zu wollen? Sind Sie bereit, sich im gleichen Umfang einzubringen wie Sie erwarten zu profitieren?
  • Seien Sie authentisch, also echt. Denn der Begriff Solidarität, also das Grundprinzip der Zusammengehörigkeit, sich leitet vom lateinischen solidus (für gediegen, echt oder fest) ab, deshalb steht das eigene Echt-Sein, also die eigene Authentizität, eng damit im Zusammenhang.
  • Sehen Sie Ihre(n) Kooperationspartner und dessen Stärken, Fähigkeiten und Individualität mit der gleichen Wertschätzung wie Sie selbst gesehen werden möchten? Oder anders herum: Sehen Sie sie mit derselben Wertschätzung wie sich selbst an?
  • Warum möchten Sie genau mit dieser Personen oder diesen Personen zusammen arbeiten? Welche Eigenschaften haben Sie, mit denen Sie sich gut unterstützen oder ergänzen können?
  • Und zu guter letzt: Seien Sie verbindlich. Genauso wenig wie Sie vermutlich möchten, dass Sie in Krisenzeiten nicht alleine dastehen, möchte es auch ihr Kooperationspartner. Natürlich erwartet niemand, dass Sie eine Verbindung auf Lebenszeit eingehen. Dennoch ist es hilfreich, bereits im Vorwege für sich und mit dem Kooperationspartner zu definieren, wie lange die Zusammenarbeit andauern soll – zum Beispiel für die Laufzeit eines bestimmten Projektes.

Denn damit zusammen hängt natürlich auch in gewisser Hinsicht das Thema Strategie, Kontinuität und Verlässlichkeit. Wer in der gleichen Geschwindigkeit wie das sprichwörtliche Fähnchen im Wind die Kooperationspartner wechselt, weil jemand anderes kurzfristig mehr Vorteile oder mehr Kontakte zu haben verspricht, muss sich nicht wundern wenn er irgendwann in stürmischen Zeiten alleine da steht, weil sich alle anderen enttäuscht von ihm abgewendet haben.

Noch weiter über die Kooperation hinaus geht meiner Meinung nach der Begriff Solidarität, der als Grundprinzip des menschlichen Zusammenlebens ein Gefühl von Zusammenge­hörigkeit bezeichnet. Diese Haltung der Verbundenheit mit bzw. Unterstützung von Ideen, Aktivitäten und Zielen anderer äußert sich vor allem in gegenseitiger Hilfe und dem Eintreten für einander.

Denn im Zweifelsfall lassen sich im Team auch Misserfolge besser verarbeiten: Geteilte Freude ist doppelte Freude, und geteiltes Leid ist halbes Leid.

 Ach ja, ganz anders als eingangs beschrieben erlebe ich heute das Miteinander mit Frauen; als ganz aktuelles Beispiel unser „Quantenspringerin.*“-Kraftwerk: Jede unterstützt jede und hilft der anderen, sich weiter zu entwickeln. Zwar hat im Wesentlichen jede ihre eigenen Projekte und Themen, aber es gibt auch „Gemeinschaftswerke“, wie zum Beispiel unseren gemeinsamen Auftritt auf der Existenz am 12. November im MOC. Gleichzeitig unterstützen wir uns, sei es mit neuen Ideen, Hinweisen zum Internet-Auftritt, oder tatkräftigem Anpacken beim privaten Umzug. Jede von uns hat ein einzigartiges Profil, und bei unseren gemeinsamen Schritten ergänzen wir uns und lernen gegenseitig von uns. Getreu dem Motto der „Quantenspringerin.“: „Voneinander lernen. Miteinander wachsen. Gemeinsam gewinnen.“ 

 Denn Kooperation zum Nutzen aller Beteiligten ist etwas, was größer ist als die Summe der einzelnen Beteiligten. In diesem Fall ein klassisches Beispiel von 1 + 1 = 7.

Oder – wie die deutschsprachige Popband Klee singt:  
„Wir sind Teil eines Ganzen, was größer ist, als Du und ich…“  (aus: „Wir werden wie Gold sein)

* siehe auch www.quantenspringerin.de