Mohnkuchen statt Israel

26 Mrz

 

In meinem letzten Beitrag schrieb ich davon, warum mein Israel-Urlaub überhaupt ausgefallen ist. Heute möchte ich beginnen darüber zu schreiben, wieso der „ausgefallene“ Urlaub dennoch Wert ist, darüber einen Blogbeitrag zu schreiben.

Was wollte ich also tun mit meinen „gewonnenen“ zwei Wochen Zeit? Ich beschloss, das Beste daraus zu machen. Oder zumindest das Nützliche. Oder alles, was ich schon immer mal tun wollte, „wenn ich mal Zeit habe“.

Also so nützliche Sachen wie: Meine komplette Bügelwäsche erledigen (ich hasse bügeln – aber mit einem Hörbuch war es recht erträglich…), sämtliche Küchenschränke reinigen, diverse Ecken und Eckchen mit Zeug aufräumen bzw. entsorgen (übrigens hat das Reinigen der Küchenschränke immerhin ansatzweise was mit Israel zu tun – oder viel mehr mit den Vorbereitungen der Juden auf das Pessachfest, bei dem eine ganze Woche zugunsten von ungesäuertem Brot auf die üblichen Backwaren verzichtet wird…)

Dazwischen immer schön jeden zweiten Tag einkaufen, damit man auch mal rauskommt aus den eigenen vier Wänden und natürlich spazieren gehen (zum Altglascontainer, zum Briefkasten, zu unserer „Buchhaltestelle“ (gelbe Telefonzelle als Buchtauschstation) zum Nachschub holen, für den Fall, dass mein ca. halbmeterhoher Stapel sich dem Ende nähern sollte. Von den eigentlich Pilgerwanderungen mit 20 km am Tag ist das bisschen Bewegung allerdings weit entfernt.

Das auch noch…

Bereits nach einer guten Woche fing die Stimmung bei uns zu Hause an, ein wenig gereizter zu werden – ist halt blöd, wenn zwei Leute im Homeoffice gleichzeitig telefonieren oder per Video konferieren wollen oder vielmehr müssen.
So war auch diesbezüglich das regelmäßige Einkaufen eine willkommene Abwechslung, so voll waren die Läden immerhin auch nicht, und der nötige bzw. geforderte Sicher-heitsabstand war weitestgehend gewährleistet.

Wenn ich vorgehabt hatte, in Israel neue Menschen oder Kulturen kennen zu lernen, so war auch das möglich. Nein, mir sind zum Glück keine neuen Mitbewohner zu Hause entgegen gekommen, aber zumindest konnte ich „alte Bekannte“ neu kennenlernen… Denn mein Partner und ich kamen lustigerweise zum ersten Mal in den sieben Jahren, die wir uns kennen, darauf zu sprechen, dass wir beide Mohnkuchen lieben.

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Wiener Mohnkuchen by Rischart

Erkenntnisse der ersten Woche:
1. Auch Kuchen ist als präventiver Beziehungskitt geeignet und
2. Wie gut, dass die Figur nachgibt…

Demnächst geht es weiter…

2 Antworten zu “Mohnkuchen statt Israel”

Trackbacks/Pingbacks

  1. Auf ins Heilige Land – Tagebuch einer anders als geplanten Reise | Wortakupressur by Christina Bolte - 26. März 2020

    […] Glück schon eine Woche hinter mir) mache ich nun also das Beste draus. Was das war, lest ihr im nächsten Beitrag […]

  2. Neues aus dem Heiligen Land | Wortakupressur by Christina Bolte - 6. April 2020

    […] und hier hatte ich bereits davon berichtet, wieso ich von einer nicht stattfindenden Reise schreibe und was […]

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