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Einladung zum Advent

10 Dez

Adventskranz. Die Kerzen entzünden.
Plätzchen-Duft wahrnehmen.
Die Hektik des Alltags ausblenden.
Eine Auszeit genießen.
Eine Einladung – zum Innehalten.

Die Kerzen leuchten,
bringen Licht in den langen Winterabend.
Das Kerzenlicht trifft mich,
erwärmt mein Herz.
Ich bin dankbar.

Die Kerze verzehrt sich – für mich.
Ganz selbstlos, gibt sie sich hin.
Die Kerze und ich gehen ineinander auf.
Ich bin berührt.

Ein Gedanke trifft mich:
Wofür gebe ich mich hin und meine Zeit?
Und für wen?
Erfreut sich jemand daran?
Oder verbrennt mein Licht ungeachtet?

Unbeachtet will ich mich nicht verbrennen.
Lieber bringe ich mein Licht dorthin, wo es gesehen wird.
Wie gut, dass ich meine Umgebung wählen kann –
jeden Tag neu.

Ich wünsche Dir/Ihnen für die Adventszeit und die Feiertage
ein paar be-sinn-liche Momente,
zum Genießen des Augenblicks
und Nachsinnen über das was wesentlich für Dich/Sie ist.

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Der traurige Leuchtturm

14 Mai

Der traurige Leuchtturm – ein Gedicht in drei Ausführungen…

Allein auf weiter Flur und hoch oben auf den Klippen stehe ich,
bin weithin sichtbar bei Tag und bei Nacht, ohne dass ich klage.
Tagsüber imponiere ich durch meine Größe und Lage,
und nachts durch den Strahl meines kreisenden Lichts. 

Erbaut in exponierter Lage, um Menschen, die reisen,
Orientierung zu geben und verlässlich den Weg zu weisen.
Den Weg herum, vorbei an den Klippen und derlei Gefahren
für die Reisenden auf dem Ozean des Lebens. 
Das Licht durchdringt für Euch von vorne den NebeL
Und beleucht’ Euch von hinten den Weg in das LebeN.

Geduldig und erhaben lasse ich zu, wie von Landseite
Neugierige und Touristen mich als Besichtigungsobjekt besteigen,
um meinen Weitblick zu genießen und die Weite.
Für manchen Pilgerer bin ich an seines Weges Ende
immerhin ein Punkt zur Umkehr oder der Wende,
auf dem Weg zurück in das alte oder ein neues Leben.

I.
Wie kann ich Euch Orientierung leuchten oder den Weg weisen,
wenn ihr mich bewusst ignoriert ?
Wer mich nur benutzt, ohne sich Ge-Dank-en zu machen,
oder welchen Wert und welche Richtung ich denn seinem Leben gebe,
der muss sich nicht wundern, wenn er gedankenlos auf Grund läuft.
Denn verlässliche Sicherheit kann ich nur dem geben, der mich beachtet.

II.
Aber oh weh, denk ich manchmal des Nachts auf der Klippe,
die Menschen und Schiffe reisen vorbei, hin zum Ziel.
Es wird mir ganz übel, mich tagein, tagaus im Kreise zu drehn,
jedoch ohne selbst mal im Rampenlicht zu stehn
oder ein Ziel zu erreichen, ohne mich von der Stelle fort zu bewegn.

III.
Ach nein, wer bin ich denn? Steht es mir zu
Erwartungen zu haben immerzu?
Ein Leuchturm ist wie ein treuer Freund ein Geschenk,
schenkt Dir Orientierung und gibt Dir Sicherheit,
und wenn Du Dich verloren glaubst, 
bin ich für Dich da, bin ich Präsent.