Zum Welt-Herz-Tag: Ein Loblied dem Herzen

28 Sep

„Das menschliche Herz schlägt in 70 Jahren drei Milliarden Mal und befördert dabei bis zu 250 Millionen Liter Blut.“

Wußten Sie das? Dieses Zitat unbekannten Verfassers fand ich auf den Punkt zusammengefasst im Internet, auch wenn ich – wie ich gestehen muss – diese Zahlen bereits irgendwann einmal im Rahmen meiner Heilpraktikerausbildung gelernt habe.  Dennoch ist es dann aber doch noch einmal eine ganz andere Geschichte, diese nüchternen Zahlen mit der eigentlichen Anstrengung,  Hochleistung  und der unermüdliche Arbeit zu assozieren, die mein Herz tagtäglich, Minute für Minute tatsächlich für mich erbringt.

Haben Sie Ihrem Herzen dafür bereits einmal gedankt? Wie häufig betrachten wir dieses kontinuierliche Funktionieren unseres Herzens, das uns am Leben erhält – und nicht nur das: Das es uns auch ermöglicht unserem Wirken und Schaffen im Leben nachzugehen – als selbstverständlich. Doch auch wenn ein Mensch mittlerweile das eine oder andere Organ entbehren kann – denn beispielsweise ohne eine Niere oder ohne eine Lunge kann man noch einige Jahre recht passabel überleben – ohne das Herz und dessen unermüdliches Schlagen wäre unser Leben ziemlich schnell beendet.

Doch leider ist das menschliche Herz nicht so unerschütterlich und un-kaputtbar wie wir häufig denken. Denn das Herz (und damit zusammenhängend der gesamte Blutkreislauf) ist beipielsweise eines der am häufigsten von stressbedingten Erkrankungen betroffenen Organe. Bluthochdruck ist da wohl eher noch eine leichte Diagnose (zwar nicht unbedingt für das betroffene Herz, aber zumindest wenn man sieht, wie die meisten betroffenen Herz-Besitzer mit dem Befund umgehen …)

Die wohl für die Betroffenen einschneidendste Diagnose „Herzinfarkt“ trifft viele Betroffene quasi aus heiterem Himmel (was aber nicht stimmt, denn häufig wurde viele andere Warnzeichen des Körpers, wie Bluthochdruck, Herzstolpern oder sogar Angina pectoris-Anfälle (Brustenge) nicht wahrgenommen oder gar ignoriert). Mitunter – in ca. einem Viertel aller Fälle (Quelle der Zahlen: Wikipedia) – verläuft der Herzinfarkt auch tödlich.

Auch wenn ein Herzinfarkt für den Betroffenen nicht tödlich ist – ein mehr oder weniger großen Teil der Herzmuskulatur stirbt unwiederbringlich ab. Was bei einer unveränderten Lebenführung die Belastung für den verbleibenden Herzteil ungleich erschwert. 

Und auch dem Betroffenen beschert der Infarkt häufig unerwünscht lange Ausfallzeiten – meist zu einem denkbar ungünstig gelegenen Zeitpunkt. Langwierige Operationen, die monate- oder gar jahrelange Einnahme zahlreicher und häufig nebenwirkungsreicher Medikamente sowie wochenlange Rehas sind die Folge. Dort erhält der Patient – wenn man den Berichten in diversen Klinikbewertungsportalen Glauben schenken mag – langweilige Kost (Zitat: „sogar die Wurst musste ich mir im Supermarkt selbst kaufen“) und nervige bis langweile Sport- und Entspannungskurse.

Nicht zu Unrecht, wie ich finde. Denn Ziel einer Reha ist ja, den Patienten wieder an eine solche Herz-freundliche Lebensführung, die er im Laufe des Lebens verlernt hat, wieder heranzuführen. Denn was dem Herzen (und dem Körper) gut tut, sowohl nach einem Herzinfarkt wie auch vorbeugend – sind Bewegung, Alkohol- und Nikotin-Abstinenz, gesunde Ernährung und Entspannung.

Was die Entspannung mit dem Herzen zu tun haben soll, werden Sie sich nun möglicherweise fragen. Ganz einfach – die Entspannung ist das was häufig zu kurz kommt, wenn man zu viel zu tun, zu viel Stress hat. Denn Stress (im medizinischen Sinne) ist ja nichts anderes als die Belastung, der unser Körper oder ein Organ ausgesetzt wird. Und wie im Sinne des Wortes lebens-wichtig der Wechsel von Belastung oder Stress, also Anspannung, und Entspannung ist, verdeutlicht uns der menschliche Herzschlag sehr anschaulich: Denn wenn der Herzmuskel nur angespannt wäre, würde das Herz sich verkrampfen anstatt zu schlagen. Das Blut würde in unseren Blutgefäßen zum Stocken kommen.
Wäre der Herzmusktel immer nur entspannt, hätte es nicht genügend Kraft um das sauerstoffreiche Blut zur Versorgung sämtlicher Körperzellen durch unseren Kreislauf zu pumpen. In diesem Fall würde das Blut wie ein stehender Tümpel in unserem Körper vor sich hin faulen.

Sie sehen also, bei hoher alltäglicher Anspannung ist regelmässige Entspannung – seien es Spaziergänge, Atemübungen, Malen oder auch mal Nichtstun – lebensverlängernd. Ihrem Herzen zu Liebe können Sie zustätzlich auch bereits weitere Präventionsmaßnahmen unternehmen: Mehr Bewegung, gesunde, fettärmere Nahrung und generelle Stress-Prävention. Wer sagt, er hätte dazu keine Zeit, dem sei dieser wunderbare Cartoon von Randy Glasbergen „ans Herz gelegt“
(auch Lachen ist übrigens gut fürs Herz, denn Lachen entspannt).

Oder wie der Philosoph Friedrich Nietzsche (1844-1900) sagt:
„Mancher findet sein Herz nicht eher, als bis er seinen Kopf verliert.“

Warum also Warten mit der Umstellung der Lebensumstände bis ein Infarkt (oder Burnout) Sie dazu zwingt? 
Bei der Umsetzung unterstütze ich Sie gerne – Ihr Herz wird es Ihnen danken…
Sprechen Sie mich an.

Weitere Infos zum Herzen und zum Welt-Herz-Tag am 29.09.2012 wie auch Präventionsmaßnahmen finden Sie hier.

Herz-lichst
Ihre Christina Bolte

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