Tag Archives: Natur

Mit Leichtigkeit in seinem Element

9 Apr

Nachdem ich zu Ulrike Albrechts Blogparade zum Thema Leichtigkeit bereits mit diesem „Rezept“ beigetragen habe, schien es mir, als ob ich damit unbewußt eine Einladung ausgesprochen hatte für weitere Gelegenheiten, in denen sich Leichtigkeit in meinem Leben zeigen darf.

So auch bei einer wöchentlichen Reihe von Abendveranstaltungen, an der ich gerade teilnehme und in der man sich selbst durch Tanzen Ausdruck verleiht. Gestern abend ging es darum, die unterschied-lichen Qualitäten der vier (bzw. fünf) Elemente Feuer, Wasser, Erde, Luft und Äther (bzw. Leere) zunächst einmal wahrzunehmen und dann in für sich Bewegung umzusetzen – was naturgemäß bei jedem Teilnehmer anders aussah.

Während der Phase des Luftelements kam mir auf einmal wieder das Thema Leichtigkeit in den Sinn, was im übrigen ein Beispiel dafür ist, wie sehr Bewegung die Kreativität und das Lernen fördert! Fasziniert offenbarte sich mir die Leichtigkeit in vielen verschiedenen Facetten:
Der mühelose und gleichsam kraftvolle Gleitflug eines Adlers in großer Höhe, das verspielte Flattern eines bunten Schmetterlings auf einer Blumenwiese, dann wiederum das Schweben einer Libelle auf der Wasseroberfläche eines Teiches oder das elfengleiche Hüpfen eines Grashüpfers.

Allerdings fielen mir im Laufe der Stunde auch noch viele weitere Beispiele ein, mit denen sich die Leichtigkeit auch in den anderen Elementen zeigt:
Das sanfte Wiegen eines zarten Weidenbaumes im Wind, die gleichzeitg fest verwurzelt in der Erde wächst. Die vom Wind verwehten Sandkörner am Meeresstrand oder in der Wüste. Das leicht verspielte Plätschern eines Gebirgsbaches über die Steine seines Bachbettes oder auch die flackernde Flamme einer Kerze. Stille.

Alles total verschiedene Beispiele also, die mir in diesem Moment ihren Weg in mein Hirn tanzten. Und doch ist es wichtig und schön, dass die „Auswahl“ sich in so zahlreichen Varianten zeigt. So kann sich jeder seine „Lieblings-Darreichungsform“ von Leichtigkeit aussuchen – die sich übrigens auch je nach Zeitpunkt, Stimmung oder Tagesform verändern kann.

In welchem Element fühlen Sie sich heute besonders leicht?

Ein schönes Hinspüren wünscht

Ihre Christina Bolte

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Burnout und Insolvenz – zwei Symptome des Gleichen

25 Mrz

Bereits vor gut zweieinhalb Jahren schrieb ich diesen Beitrag, der damals in einem Online-Magazin zum Thema Burnout und Insolvenz erschien. Damals war ich noch als quasi „Industrie-Beamtin“ in einem ziemlich sicheren Angestellten-Verhältnis in einem großen DAX-Unternehmenüber und musste mir über einen möglichen Job-Verlust und somit über das Thema Insolvenz keine Gedanken machen.
Wenn ich mal denn einmal krank war, liefen das Tagesgeschäft wie auch der Umsatz des Unternehmen auch ohne mich irgendwie weiter, ebenso wie mein monatlicher Geldeingang davon weitestgehend unbeeinträchtigt war.

Nun bin ich schon seit einiger Zeit selbständig und habe dadurch ein paar Perspektiven mehr in Hinblick auf die Welt gewinnen dürfen – unter anderem dadurch, dass ich seitdem auch zunehmend mehr Selbständige in meinem Bekanntenkreis habe, als zuvor.
Unter anderem diskutieren wir in diesem Kreis gelegentlich über das Thema Vorsorge für die eigene Gesundheit, aber zumeist musste ich bisher feststellen, dass die wenigsten meiner selbständigen Bekannten sich – über die (gesetzlich vorgeschriebene) Krankenversicherung hinaus – über ihren Krankheitsfall Gedanken machen. Was zugegebenermaßen ein unangenehmes Thema ist, welche man in seinem Alltag mal ganz gerne verdrängt.

Wenn Sie als Selbständiger Angestellte haben und diese durch einen entsprechenden Führungsstil sowie eine vorsorgliche Vertreterregelung in die Lage versetzt haben, auch im Falle Ihrer Abwesenheit weiterhin gut ihre Aufgaben zu verrichten und somit das Unternehmen am Laufen zu halten, haben Sie als Unternehmer gute Chancen, dass auch im Falle Ihrer längeren Abwesenheit oder Arbeitsunfähigkeit Ihr Unternehmen fortbesteht. Und somit auch für Ihr eigenes Einkommen gesorgt ist.

Anders ist der Sachverhalt jedoch bei Solo-Selbständigen. Für diese bedeutet krank sein (im Sinne von arbeitsunfähig) auch gleichzeitig kein Einkommen mehr zu haben – denn wer sollte in dem Fall denn auch für eine vermarktungsfähige Arbeitsleistung, die Abrechnung selbiger oder die Akquise zukünftiger Aufträge einspringen, wenn nicht sie selbst. Somit führt bei den Solo-Unternehmerinnen und -Unternehmern ein mittellanger oder gar ein längerer Ausfall auch mal schnell zu einem finanziellen Engpass.
Dabei muss man gar nicht unbedingt mal eine unfallträchtige Sportart (wie z. B. Skifahren oder Mountainbiken) betreiben, um zu derartig langen Krankheitsfällen zu kommen – manchmal ist es auch ausreichend, wenn man schlicht und ergreifend das Pech hat, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein und in einen Unfall verwickelt zu werden. Oder nur für einen kurzen Moment mal in Gedanken gewesen zu sein – und rien ne va plus: Nichts geht mehr. Der Stecker ist gezogen – oder auch: gesundheitlicher Burnout.

So kann es passieren, dass man sich als Betroffener nicht nur um seine Genesung kümmern muss (was manchmal an sich schon ein tagesfüllendes Programm sein kann), sondern „nebenbei“ sich auch noch Gedanken machen darf, wie die Miete, die Versicherung und weitere Kosten der üblichen Lebenshaltung finanziert werden.

Aber auch andersherum wird manchmal ein Schuh draus: Auch wenn zum Beispiel ein großer Kunde – ob mutwillig oder nicht – seine Rechnungen gar nicht (oder erst mit sehr viel Verspätung) bezahlt oder sogar einen Auftrag ganz storniert, kann es einen Unternehmer, vor allem aber wieder unsere Solo-Selbständigen in finanzielle Engpässe bringen. Aber im schlimmsten Fall auch einen Angestellten den Job kosten. Was mitunter auch einen Gang zum Sozialamt bzw. Jobcenter beinhalten oder die Insolvenz bedeuten kann.

Somit sind „Burnout“ (ob tatsächlich oder im übertragenenen Sinne) und Insolvenz tatsächlich nahe beieinander, oder auch: zwei Aspekte des gleichen Phänomens. Nämlich ein ungutes und wenig nachhaltiges Haushalten mit substanziellen (finanziellen wie gesundheitlichen) Ressourcen.

Somit lohnt es sich, ob als Selbständiger oder Nahstehender eines Betroffenen, sich für einen Augenblick mal wieder ins Gedächtnis ruft, dass Gesundheit mehr ist als die Abwesenheit von Krankheit, zum Beispiel die Fähigkeit, seinen Alltag und sein Leben nach seinem gusto gestalten zu können.

Und dieser Zusammenhang möchte dazu einladen, sich bereits frühzeitig (am besten vielleicht sogar gleich heute?) darüber Gedanken zu machen, wie Sie gut für sich und Ihre Gesundheit sorgen können.
Angefangen bei gesunder Ernährung, ausreichend Bewegung, Begegnung mit lieben Menschen oder auch mit der Natur.

Was ist Ihr Geheimrezept dafür?

Auf eine Interessante Diskussion freut sich

                                Ihre Christina Bolte

Frühlingsvögelgezwitscher

8 Mrz

In diesem Winter, der gar nicht so recht einer war,
zu einer Jahreszeit, die es gar nicht so richtig gibt,
und einem Wetter, das nichts so richtig ist –
und doch ein ganzes Jahr in einem Tag:

Morgens noch ziemlich winter-kalt
vormittags ein wenig frühjahrsneblig frisch
steigt die Sonne empor, die mich mittags einlädt,
sommergleich mich ins Eiscafé zu setzen, bevor
nachmittags der herbsttrübe Regen
den Tag beendet und von einer
sternenklaren Winternacht abgelöst wird.

Doch eines ist nun trotz allem eindeutig
in dieser ersten Woche im März,
in dieser Zwischen-Jahreszeit:
Unübersehbar in den Vorgärten und auf der Wiese
die bunte Pracht der winterlingsgelben, krokusbunten,
schneeglöckchenweißen Frühlingsblumen,
die normalerweise (außer heuer) erst noch
durch den Vorfrühlingsschnee wachsen müssen.

Und auch die Vögel, die bereits seit einigen Wochen
zunehmend lauter – oder zahlreicher –
mit ihrem Balzgesang die Frühlingsluft beklangen,
sind nun schon so zahlreich, dass mir mein Heimweg
erscheint wie ein von Fanfaren begleiteter Siegeszug
der Freiheit von Frühlingsvögelgezwitscher.

Mensch, wo blühst DU?

9 Mai

Auf dem Weg zu einem Wochenend-Besuch fuhr ich kürzlich durch die deutschen Landen. Während der Fahrt schaute ich aus dem Fenster und nahm sehr erfreut wahr, was ich bisher in einer Großstadt (wie München, wo ich sonst so die meiste Zeit verbringe) nur erahnen konnte: Mit ein paar Wochen Verspätung lässt nun der Frühling endlich die Natur wie auch Menschen und Tiere zu neuem Leben erwecken!

Das junge, frische Grün, das zaghaften manchen Bäumen zum Vorschein kommt, während woanders schon längst die Forsythien in voller Blütenpracht in leuchtendem Gelb explodiert sind. Und in so manchem Vorgarten kann ich auch schon die Magnolienbäume entdecken, die zur Zeit gerade ihre großen, rosa-weißen Blüten pompös zur Schau stellen.
Und deren Duft erst, der sich einen kräftigen Wettstreit mit den saftigen Wohlgerüchen aus den ersten Amtshandlungen von Grill-Anhängern um eine Wahrnehmung unserer Nasen leistet!
Zum fröhlichen Vogel-Gezwitscher, das schon seit Tagen in verschiedenen Frequenzen und Melodien erklingt, gesellen sich später, als es schon Dunkel geworden ist, im nahegelegenen Park noch das rhythmische Trommeln der Djembés – die gute Laune von deren Spieler lädt Erinnerungen an den längst vergangenen Karibik-Urlaub ins Gedächtnis. Dazu passt die warme Brise des Abendwindes, die sanft über mein Gesicht streicht.

Endlich wird’s Sommer. Endlich Zeit zum Aufblühen!

Auch für uns Menschen…. Nicht nur, dass sich jetzt das Leben – zumindest die Freizeit – zunehmend draussen abspielt, auf Strassen, in Parks, in Cafés oder Biergärten, auf Fahrrädern, in oder auf Gewässern oder in Schwimmbädern.

Während die Pflanzen zumeist an einen „Standort“ gebunden sind, an dem sie optimal wachsen und gedeihen können und an dem sie eine ideale Versorgung mit Sonne, Wasser, Licht, Nährstoffen und allem, was Pflanzen sonst noch so brauchen, vorfinden: wir Menschen können uns an verschiedenen (Stand-)Orten aufhalten  bzw. diese wechseln – und uns diese meist auch noch selbst aussuchen.

Wo ist denn überhaupt unser Biotop?

Und obwohl die „Standort-Frage“ für Menschen keine so lebenslange Entscheidung ist wie für Pflanzen, sollten auch wir uns die Frage stellen, WO denn überhaupt unser „Biotop“, unser optimaler Standort mit den für uns maximal förderlichen Wachstumsbedingungen ist. Was natürlich auch die Frage mit einschließt, WAS es ist, das uns aufblühen lässt. Denn so, wie jede Pflanzensorte andere Bedürfnisse hat, z. B. an Sonne und Wasser, hat auch jeder von uns andere Anforderungen.
Brauchen wir eher eine „gut durchorganisierte Umgebung“ sowie vorgegebene Strukuren oder eher viel Schaffensfreiraum? Sind wir eher Team Player, die inmitten einer Menge anderer Menschen ihr Potenzial entfalten, oder eher Lonely Wolves? Sind wir eher Denker/Theoretiker oder eher Pragmatiker? Arbeitet jemand lieber im Hintergrund oder ist er besser voll im Rampenlicht?
Verstehen Sie mich bitte richtig: An keinem dieser Pole ist irgendetwas „gut“ oder „schlecht“ bzw. „besser“ oder „schlechter“ als etwas anderes – es kommt ja immer darauf an, für was oder in Bezug auf was eine Eigenschaft von Vorteil oder eben von Nachteil ist. Und natürlich darauf, wie jeder von uns beschaffen ist.

So wie eine Wüste als Standort für eine Seerose den Tod bedeutet, während es für den Kaktus das blühende Leben ermöglicht. Eckart von Hirschhausen, den ich an dieser Stelle schon ein paar Mal zitiert habe, sagt in dem ihm eigenen Stil, dass aus einem Pinguin auch in sieben Jahren Psychotherapie nie eine Giraffe wird – und so ist es auch mit Seerosen und Kakteen. Und das ist auch gut so, denn die Welt wird durch beide schöner, nur eben nicht am gleichen Fleck…

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gutes Gelingen auf der Suche nach Ihrem persönlichen Biotop.
Jetzt und immer wieder neu – und:

bitte bleiben Sie gesund und lebendig!

Herzlichst, Ihre Christina Bolte

Gedanken zum Garten und Burnout (2)

31 Mrz

Im letzten Jahr schrieb ich über den Zusammenhang zwischen einem Garten und Burnout.
Heute möchte ich das Ganze um einen weiteren Aspekt ergänzen, nämlich um den der Jahreszeiten.

Wenn Sie derzeit aus dem Fenster schauen, werden Sie die ersten zarten grünen Triebe aus der Erde hervorschauen sehen, und mancherorts sogar auch die eine oder andere gelbe, weiße oder violette Blüte. Endlich ist Frühling!

Frühling bedeutet aber – neben dem im letzten Beitrag erwähnten Boden bestellen – auch, die Samen oder Setzlinge für die Zukunft auszusäen, idealerweise auch zur richtigen Jahreszeit. Denn nicht jedes Korn oder jede Pflanze bringt das erwartete Ergebnis, wenn man es zu einem beliebigen Zeitpunkt aussät.

Im Sommer ist es dann an der Zeit, die Saat wachsen zu lassen. Natürlich muss man gelegentlich gießen und den Boden pflegen, aber im Wesentlichen heißt es nun: Abwarten. Oder etwas flapsiger formuliert:
Ein Grashalm wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht
(leider ist mir die Quelle dieses wunderbaren Spruches nicht bekannt).

Im Herbst heißt es dann endlich: Ernten. Egal, ob Apfel- oder Pflaumenbaum, Getreidefelder oder Mais, eines bleibt nicht aus – das Sortieren und Trennen von Ernte und dem, das zur direkten Verwendung nicht geeignet ist. Im Märchen heisst es so schön: Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen. Dennoch ist auch das „Schlechte“ nicht sinnlos, denn auch aus dem Mist lässt sich für die kommenden Jahre zu einem hervorragenden Dünger machen!

Natürlich lassen sich diese Jahreszeiten auch auf unserem „Seelengarten“ und unser alltägliches Leben übertragen. Darüber hinaus verstecken sich hinter den „Bildern“ wichtige Faktoren, die einen Burnout begünstigen oder verhindern können.

Projekte starten und Kontakte knüpfen sind wertvolle Aktionen (Säen!) – die jedoch ohne Erfolg bleiben, wenn man sie zum falschen Zeitpunkt oder im falschen Umfeld angeht. Stattdessen verliert sich die aufgewendete Energie dann im blinden Aktionismus.
Natürlich empfiehlt es sich, auch darauf zu achten, welches Saatgut man aussät. Wer Intrigen sät, braucht sich nicht zu wundern wenn er (oder sie) später selbst welche erntet. Heutzutage wird das ganze etwas postmoderner als Resonanzgesetz bezeichnet oder wer auf Anglizismen steht: Law of Attraction. Früher sagte meine Mutter dazu  immer: „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück“ “ – aus Wort und Ant-Wort folgt also, Verantwortung zu übernehmen.

Noch schlichter formuliert es ein chinesisches Sprichwort, das ich an dieser Stelle teilen möchte:
Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Worten.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

Genauso wichtig für ein zufriedenes und gesundes Leben ist natürlich auch der Faktor Zeit. So, wie man im Sommer die Saat in Ruhe wachsen lässt, braucht eine Liebesbeziehung Zeit, braucht Vertrauen Zeit, um sich zu entwickeln. Auch eine regelmäßige Entspannungs- oder Meditationspraxis braucht Zeit (und Übung!) um einen Effekt zu erzielen. In meinem Umfeld höre ich immer wieder, dass Zeit haben ein Luxus sei, den man sich derzeit nicht leisten könne. Ich sehe dies anders, denn erstens habe ich keine Zeit, sondern vielmehr: ich nehme sie mir! Und zweitens finde ich, dass Zeit haben/nehmen kein Luxus ist, sondern eine unabdingbare Voraussetzung für ein zufriedenes Leben. Denn eine echte Freundschaft, die einem in schwierigen Zeiten Rückhalt gibt, möchte in „guten Zeiten“ gepflegt werden, und Entspannung auf Knopfdruck funktioniert halt auch nur, wenn man vorher entsprechend geübt hat. Eben so, wie ich auch den Apfel und das Getreide nicht gleich schon im Frühling ernten kann, sondern abwarten muss, bis es gereift ist…

Wie wir bereits am Frühling gesehen haben, ist Acht-samkeit also das Mittel der Wahl – und dazu fordert uns auch der Herbst wieder heraus. Das Aufheben und Sammeln der Ernte kann bereits – zumindest wenn man es manuell erledigt – als wahre Meditationsübung praktiziert werden. Dabei in einer gebückten Körperhaltung zu verharren, z. B. bei der Ernte von Beerenfrüchten, verlangt auch dem Erntenden auch mental eine quasi demütige Haltung ab.

Wenngleich mitunter auch ziemlich lästig, so erfordert das Aussortieren von Ernte und „Abfall“ eine noch ausgeprägtere meditative Grundhaltung: Achtsamkeit und Konzentration auf das Wesentliche: Das was ich gerade in der Hand habe und tue. Eine Bekannte von mir, die gerne Marmeladen einkocht, meinte neulich halb scherzhaft, ihre Art zu meditieren wäre Birnen schälen. Sehen Sie, immer noch besser als zur Entspannung herumzusitzen und nichts zu tun!
Spass beiseite…

Der aufmerksame Leser wird sich nun sicherlich fragen, was mit dem Winter ist. Im Winter leben wir von dem, was wir übers Jahr erarbeitet haben – und kümmern uns um ganz andere Dinge, z. B. darum, unser Handwerkszeug instand zu halten oder die Planung fürs nächste Jahr vorzubereiten.  Das mag erholsam klingen oder bequem, ist es aber nicht.
Denn de facto braucht es alle Jahreszeiten und alle Tätigkeiten, alle Anspannung und alle Entspannung, alle Arbeit und alle Besinnung. Aber eben alles zu seiner Zeit.

Abschließen möchte ich mit einem (gekürzten) Zitat aus dem meist gelesenen Buch auf dieser Welt:

Ein jegliches hat seine Zeit

„Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:
geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; […]
weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit;
Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit; […]
behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit; […]
schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; […]
lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit. […]
Da merkte ich, dass es nichts Besseres dabei gibt als fröhlich sein […] in seinem Leben.“

In diesem Sinne:  Achten Sie auf ein ausgewogenes Verhältnis aus allem was Sie tun, pflegen Sie Ihren Seelengarten und betrachten Sie das Leben mit einer gewissen Heiterkeit – ernst ist es schon von ganz allein.

Und: Danke, dass Sie sich die Zeit dafür genommen haben diesen Text bis zum Ende durchzulesen.
Deshalb möchte ich Ihnen nun auch noch verraten, wo Sie das zuletzt genannten Zitat in ganzer Länge nachlesen können:
Im Alten Testament beim Prediger Salomo (Kohelet) im 3. Kapitel, hier in der Übersetzung der Luther-Bibel von 1984.

Herzliche Ostergrüsse
wünscht Ihnen

Ihre Christina Bolte

After the Cloud

8 Mrz

Ich erinnere mich noch gut an meine Kindheit Anfang der (19)80er Jahre, als ein Schlagwort wie ein drohendes Schwert über unseren Köpfen hing und uns Kindern draussen das Spielen verdunkelte: Saurer Regen.

Ursächlich für den sauren Regen, so wurde uns erklärt, wäre die Luft-verschmutzung, hervorgerufen durch schädliche, säurebildende Abgase, wie sie insbesondere bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle oder Heizöl entstehen (vgl. Wikipedia). Massives Waldsterben war die Folge – wenn auch nicht immer direkt dort, wo die Umweltsünden begangen wurden, so dass es schwierig war, das Ursache-Wirkungs- bzw. Verursacher-Empfänger-Prinzip immer nachzuvollziehen.

Begünstigt durch technische Errungenschaften, wie den Einsatz von Kata-lysatoren in Fahrzeugen,  ist der saure Regen mittlerweile kein großes Thema mehr. Nicht ganz unerwähnt bleiben sollten aber auch die politischen Entwicklungen, wie z. B. einerseits das gesteigerte weltweite Umweltbewußtsein mit den entsprechenden Initiativen sowie andererseits auch die deutsche Wiedervereinigung und die daraus resultierenden Schließung diverser ostdeutscher Braunkohle-kraftwerke sowie die Verschrottung zweigetakteter Trabanten, die ihren Beitrag dazu beigetragen haben.

Wohl auch deshalb, weil es noch schlimmer kam (nicht, dass man es damals für möglich gehalten hätte), nämlich als es 1986 nach dem Kernreaktorunfall von Tschernobyl radioaktiv auf Europa niederschlug (auf englisch auch Fallout genannt). Dank Wind und Wetter verteilte sich die Radioaktivität zuvor nicht nur über den ganzen Globus (mit noch weitreichenderen und langlebigeren Folgen, als es ein saurer Regen jemals hätte anzurichten vermögen). Aber während man den Effekt des sauren Regens auf die Böden zumindest noch durch den Abwurf von Kalk zu neutralisieren versucht hatte, hatte die Menschheit hatte dem radioaktiven Niederschlag relativ wenig entgegen zu setzen.

Leider dauerte es noch etwa 20-25 Jahre, bis derartigen Gefahren mit neuen Wegen der Energiegewinnung begegnet wurde, und so bedankte sich Mitte April 2010 zur Abwechslung auch mal Mutter Erde für die nicht besonders wohlwollende Behandlung seitens ihrer Bewohner mit einer Wolke: Die Vulkanasche-Wolke vom Ausbruch des unaussprechlichen isländischen Vulkan Eyjafjallajökull – und wieder einmal reichten die Folgen weit über das direkte Umfeld hinaus. Quasi in ganz Europa herrschten tage- bis wochenlange Einschränkungen im Flugverkehr – während die Betroffenen fluchten oder auf völlig überfüllte alternative Verkehrsmittel ausweichen mussten, freuten sich alle anderen über den blauen Himmel und die lärmarme Umgebung… und für die Umwelt – so wird spekuliert – könnte das ganze sogar positive Auswirkungen haben.

Aber auch das ist heute schon fast wieder vergessen – stattdessen brauen sich über unseren Köpfen wieder neue Wolken zusammen: Mit gemischten Gefühlen sehe ich nämlich den aktuellen Entwicklungen entgegen, wie sie in diesem Jahr u. a. auf der CeBIT heiß diskutiert wurden, dem Internet der Dinge (auf englisch Internet of Things [IoT]).

Internet of Things – ein tragfähiges Netzwerk?

Wie zahlreichen Berichten, Diskussionen und Beiträgen im Internet zu entnehmen ist, scheint das IoT der Wachstums-motor der Zukunft zu sein. Nicht nur Computer, Autos oder Mobiltelefone werden miteinander vernetzt sein, wie es bereits heute der Fall ist, sondern zukünftig auch Kaffeemaschinen, Kühl-schränke und Herdplatten.
Was einerseits für die Konsumenten noch tollere (vermutlich aber auch noch störanfälligere) Geräte und für die Hersteller neue Absatz-Chancen verspricht, erfüllt mich mit Skepsis.

Denn bereits heute fällt es vielen Menschen schwer, auf gesunde Art mit der multimedialen Reiz- und Informationsflut umzugehen, die auf einen einprasselt, wenn man nur „mal kurz“ Emails lesen oder Online-Banking machen will. Schwups, ist wieder eine Stunde vergangen… Und wer von meinen 579 Facebook- Freunden ist wirklich für mich da, wenn mir danach ist, in den Arm genommen zu werden? Mein Smartphone zu streicheln ist da nur ein schwacher Trost…
Anstatt Komfortgewinn stellt auch das Formen von Stress dar.

Darüber hinaus stellt sich mir – unabhängig vom Datenschutz – die Frage, was mit den ganzen Daten passiert, die entstehen, wenn zukünftig Kühlschrank und Telefon miteinander kommunizieren. Und vor allem, was mit den Daten passiert, die die beiden vor drei Stunden ausgetauscht haben. Werden die Daten tiefgekühlt oder eingefroren und bei Bedarf wieder aufgetaut? Auf irgendwessen Festplatten zwischengelagert? Von hungrigen Datenschützern seziert?
Gläsern genug sind wir doch eigentlich heute schon.

Oder verschwinden die Daten auf Nimmerwiedersehen im Nirvana – auf neu-deutsch auch Cloud genannt, wie die öffentlichen wie privaten Rechnerwolken, die sich aus dem Web 2.0-Kontext ergeben haben, auch bezeichnet werden? Vor allem frage ich mich, was passiert wenn die Clouds ge- bzw. übersättigt sind. Normale Wolken regnen dann ab – und begiessen die Erde mit ihrem Niederschlag. Aber auch den darin gelösten Verunreinigungen (siehe oben).

Ist dann die nächste Katastrophe der Binäre bzw. Digitale Regen?

Übergänge

26 Feb

Seit Wochen zwitschern draussen die Vögel.
Frühling scheint es zu werden.
Gestern der Sonnenschein – eine Wohltat.
Das macht Lust, draussen einen Café zu trinken.

Dennoch –  seit Wochen liegt draussen nur Schnee.
Kaum dass es einen Tag taut, ist er am nächsten Tag wieder da.
Kalt ist’s und trüb – und dabei trostlos die Stimmung.
Ich kann’s nicht mehr sehen.

Übergang. Chaos. Undefinierbare Zeit.
So richtig Winter ist’s nicht mehr,
aber Frühling ist dennoch auch noch nicht da.
Schwierig auszuhalten.

Das Zeit des (k)alten ist vorüber.
Geduld ist gefordert, bis die Zeit „reif“ ist
für ein neues Leben.

Winterspaziergang

12 Dez

Der gestrige Blick aus dem Fenster inspirierte mich zu folgendem Gedicht:

Morgens schau ich aus dem Fenster,
die Welt sieht heute anders aus:
Dort wo gestern Wald und Felder,
liegt heute weißer Pulverschnee.
Trotz der Kälte lockt mich heiter
ein Spaziergang vor das Haus.

Vor der Tür empfängt mich Stille,
ganz ruhig vom Nebel einwattiert.
Doch genieße ich die Fülle,
die am Waldrand sichtbar wird.

Schlehenfrüchte, Sanddornbeeren,
an blätterlosen Büschen sind.
Diese pflück ich mir zum Wohle –
Die Natur hat noch nicht aus-geschenkt.

Durch den Laubwald geh ich gerne
auch des Winters und bei Schnee.
Karge Bäume, matsch’ge Wege
bieten heute ein besonderes Bild.

Unbelaubt sind Busch und Bäume,
selbst die Lärchen leuchten mickrig gelb.
Das Feuerrot der letzten Wochen ist gewichen,
auch die Tannen zeichnen nur ein wenig grün.

Dennoch scheint der Wald zu leben,
lebendig tobt in meiner Phantasie ein fröhlich‘ Spiel:
Hier ein Tanz von Eich‘ und Buche,
die kuscheln und stehen leicht verdrillt.

Wie als ob sie es nicht wollte,
steht daneben eine weitere Eiche voller Eifersucht.
„Wie menschlich“, denk ich, „ist der Wald doch.“
wenn Buche eicht und Eiche bucht.

Weiter geh ich durch die Kälte,
die der Freude wegen ich kaum spür.
Außerdem erwärmt mich leise
das Wintersonnen-Nebel-Spiel.

Zurück im Hause mollig warm ist’s,
ein Tee wärmt mich nun wieder auf.
Der Duft nach Plätzchen und Gewürzen
erhellt die Stimmung: Weihnachtszeit!

Ge-Danke-n über den Herbst

11 Nov

Herbstlaub

Die bunten Blätter wiegen langsam an den Ästen,
der Herbstwind begleitet sie zu Boden
Die herbstsonnigen Strahlen
tauchen den Wald in ein farbiges Kleid.

Unter meinen Schritten rascheln Haufen
Von feuer-leuchtenden Blättern am Boden.
Fröhlich spielen darin die Kinder
Und lachen mit dem Knistern um die Wette.

Mitten im Laub entdecke ich eine glänzende Kastanie.
Mit kalten Händen schäle ich sie aus ihrem Stachelkleid.
Dazwischen an einzelnen Büschen noch gelbes Laub  oder grüngraue Flechten.
Im Kontrast dazu strotzt die grüne Wiese vor Leben.

Ernte

Am Wegrand finde ich die Früchte der Bäume:
Haselnüsse, Maroni und Walnüsse sind herabgefallen und nähren nicht nur die Tiere
Sondern auch mich durch die kommenden Wintermonate.
Wie dankbar bin ich heute für dies Geschenk der Natur!

Wenn ich die Nüsse knacke und esse,
erinnert mich das Knistern an das der herbstlichen Blätter
und der Gedanke an das Herbstsonnenlicht
erleuchtet einen nebligen Tag.

Beeren, Schlehen und Bucheckern – wie farbige Perlen an den Ästen –
ein wenig aus der Mode gekommen,
und dennoch stärken sie uns mit Saft und Kraft.
Sie zu sammeln ist für mich eine Meditation.

Wandel

Ein neuer Tag bringt mit sich den Regen
Und hinterlässt statt knisterndem Laub
eine matschig braune Blätterschicht am Boden.
Achtsam gehe ich darüber um nicht darauf auszurutschen.

Nur Schwach noch erinnern die feuchten Blätter
An die Wärme und das Licht des Sommers.
Vorbei – nun ist’s kälter und dunkler ist’s auch.
Stattdessen erwärmen mich Mütze und Handschuhe.

Aus dem Tal steigt hinauf eine dicke Schicht Nebel.
Wie Watte schützt er die Landschaft vor dem Lärm
und verpackt sie in eine Schicht aus friedlicher Stille.
Sie lädt mich ein, ebenfalls zur Ruhe zu kommen.

Vergänglichkeit – nichts ist oder bleibt wie es mal war.
Doch weiß ich auch, dass hinab gefallene Äste oder das Laub am Boden
Den Bäumen und Sträuchern als Schutz und Nahrung dient
Um zu ruhen im Winter und zu wachsen im Frühling.

Es stimmt mich froh, zu wissen,
dass nach einer Zeit der Ruhe und des Rückzuges
Im Frühjahr wieder neues Leben und Wachsen
Seine Zeit und seinen Platz hat in der Natur.

Vom Zusammenhang zwischen einem Garten und Burnout

6 Aug

Gestern ging ich in den Garten und zupfte Unkraut – viel zu hoch wuchernde Pflanzen, die längst schon verblüht waren und die den noch blühenden Pflanzen den Platz zum Wachsen nahmen. Anschließend wurden darunter haufenweise Nadeln von der Kiefer aus Nachbars Garten sichtbar. Zu dicht steht der große Baum am Zaun und nimmt meinen darunter wachsenden Pflanzen Licht und Nährstoffe. Und hinterläßt dazu hier auch noch seine Überreste…

Jedenfalls entfernte ich die Nadeln auch noch, genau wie die Brennnesseln, die dort auch noch wuchsen. Autsch – das brannte! Aber nun war genügend Platz, und ich lockerte den Boden, damit ich etwas Neues, Nutzbares anpflanzen konnte – Gartenkräuter sollten es werden.

So ist es auch mit dem Garten meiner Seele. Auch hier lohnt es sich, von Zeit zu Zeit mal „Unkraut“ zu zupfen. Aber was ist überhaupt seelisches Unkraut? Unkraut sind alle überholten, vereinsamten oder verblühten Gedanken oder Verhaltensmuster, ich zwar irgendwann mal angebaut hatte, die mir aber nun nicht (mehr) gut tun. Oder die Gedanken oder Angelegenheiten von anderen, die – wie die Kiefernnadeln – von Menschen die mir nahestehen – oder auch nicht – in meinen Seelengarten gefallen sind. Oder diese Menschen haben – bewußt oder unbewußt – ihren „seelischen Müll“ bei mir abgeladen. Vielleicht haben manche auch genauso bewußt oder unbewußt meine Grenzen überschritten.
Jedenfalls tun mir all diese Unkräuter nun nicht mehr gut – manche haben mir eigentlich sogar noch nie gut getan. Andere Pflanzen fand ich zumindest eine Zeit lang mal schön. Das ist ja zumindest etwas.

Aber nun brauche ich den Platz, die Energie, um etwas Sinnvollem einen Raum geben zu können: meinem eigenen, heilsamen und/oder schmackhaften Kräutergarten!

Die brennnesselartigen Gedanken aus meinem Seelengarten zu entfernen tut manchmal weh, schmerzhaft ist die Erinnerung an ihre Existenz. Um mich davor zu schützen, kann ich vielleicht Handschuhe anziehen, oder muss achtsam sein, damit ich mich nicht daran verbrenne. Aber entfernen muss ich sie trotzdem. Und weil die Brennnessel sehr eisenhaltig ist, gibt sie zumindest einen guten Dünger und meine neuen Pflänzchen können daran wachsen!

Nun habe ich meinen Seelengarten gut vorbereitet für meine neuen Projekte, es ist genügend Platz und Licht vorhanden, und den Boden habe ich noch einmal gelockert. Nun kann ich die Samen aussäen. Wenn ich die Aussaat nun gieße – und ihnen auch regelmäßig Pflege und damit meine Aufmerksamkeit schenke – und der Saat von Zeit zu Zeit ein wenig Dünger zukommen lasse, kann ich bestimmt schon bald von meinem Kräutergarten profitieren. Und nicht nur ich, denn auch andere Menschen – Freunde, Familie, Nachbarn oder Klienten – können sich daran gesund essen, -trinken, -riechen oder -hören.

Was hat das Ganze nun mit Burnout zu tun, werden Sie sich zu Recht fragen, wenn Sie an den Titel denken.
In einer Burnout-Situation ist es ähnlich wie mit dem überwucherten Garten – vor lauter Wald (Unkraut) sieht man die Bäume (den Sinn) nicht mehr, und der Sinn und die Freude, die man früher einmal an seinen Projekten, Aufgaben und der Gartenpflege hatte, ist längst einer großen Unlust und Lethargie gewichen.

Aber die Parallele ist auch, dass Sie mit ein bisschen Disziplin und Aufräumen – meist ist es eine Hauruck-Aktion – beides wieder gut in Schuss bekommen, so dass Sie wieder Freude an Ihrem Leben und an Ihrem (Seelen-)Garten haben werden.

Wenn Sie also ein paar Projekte „angebaut“ haben, die Ihnen wichtig sind, die aber bisher in Ihrem Seelengarten noch keine Frucht getragen haben, sind nicht etwa die Projekte falsch oder womöglich gar der Garten. Vermutlich ist die Saat nur deshalb nicht aufgegangen oder angewachsen, weil sie nicht genügend Platz oder Licht oder Nährstoffe zur Verfügung hatte, weil Sie das Saatgut ganz einfach auf das vorhandene Unkraut draufgeworfen haben. Da ist die Wahrscheinlichkeit, dass die neuen Triebe überhaupt Platz haben, vermutlich eher gering. Oder haben Sie sie vor lauter Unkraut nur nicht gesehen?

Also, wenn Sie nun ratlos sind, wie Sie Ihren (Seelen-)Garten in Orndung bringen können, sprechen Sie mich bitte an.
Als Burnout-Lotsin®, Heilpflanzen-Therapeutin sowie Enkelin und Nichte einer Gärtnerfamilie kann ich Sie sowohl bei einer Bestandsaufnahme unterstützen als auch mit Ihnen gemeinsam schauen, ob das, was bei Ihnen wächst, für Sie ein Unkraut oder ein Nutzkraut ist. Und vor allem, was Sie außerdem gerne anbauen möchten.

Ab Mitte September biete ich dazu ein Burnout-Helpcamp an – sozusagen Hobby-Gärtnern in der Gruppe 🙂
Damit Sie bald wieder mit viel Freude Ihren Garten genießen können! Denn durch gemeinsame Aktivitäten, Projekte, Ideen oder den Austausch darüber entsteht nicht nur in den Seelengärten der einzelnen „Gärtner“ neues Leben, sondern es wird darüber hinaus auch etwas Größeres gesät und kultiviert, sozusagen ein Gemeinschaftsgarten, an dem sich dann vielleicht auch noch viele andere Menschen erfreuen können.

Herzlichst,
Ihre Christina Bolte

PS: Gärtnern ist übrigens wirklich eine ganz wunder-volle Therapie zur Vorbeugung und Behandlung von Stress und Burnout-Erkrankungen:
1. Bewegung ist die beste Methode, um die Stresshormone aus dem Körper abzubauen. Vor allem „destruktiv“ wirkende und kraftaufwendige Tätigkeiten, wie ohnehin schon desolate Dinge „herausreißen“, Umgraben etc.
2. Die frische Luft macht den Kopf frei.
3. Der Kontakt zur Natur und zum Boden „erdet“ den Körper, den Kopf und die Gedanken.
4. Am Ende des Tages können Sie sehen, was Sie geschafft haben, vor allem bei „Schreibtischtätern“ ganz im Gegensatz zu dem alltäglichen Geschäft, bei dem zumeist nur virtuell, also auf dem Computer, Dinge bewegt werden.
5. Das gibt das Gefühl von Sinn und schafft Erfolgserlebnisse – beides kommt im Alltag eines Burnout-Erkrankten oder -bedrohten häufig zu kurz.
6. Die Aufmerksamkeit und das Unterscheidungsvermögen, mit dem wir trennen in „darf bleiben“ und „muß raus“ können wir auch super auf unser eigenes Leben übertragen.