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Fifty shades of …

17 Dez 50 shades of fall – Schönbrunn im Herbst

…Fall

50 shades of fall – Schönbrunn im Herbst

Abb. 1: 50 Shades of Fall – Schönbrunn im Herbst

Vor gut einem Monat – es war noch Laub auf den Bäumen und noch nicht so kalt wie jetzt – war ich auf einem Kurztrip in Wien und ging im Park von Schloss Schönbrunn spazieren. Was soll ich sagen? Als Natur-Freak konnte ich mich regelrecht begeistern an der herbstlichen Farbpracht, die sich mir bot: Die vielen ver-schiedenfarbigen Blätter, die an den ordentlich zurecht­gestutzten Bäumen hingen, leuchteten um die Wette.

So erschienen mir die Alleen wie ein Regenbogen, dessen Farbspektrum sich freilich auf die gelb-orange-roten Farbtöne beschränkte, in Abhängigkeit von Baumsorte und Sonnenstrahlung. Mir ging das Herz auf.

… Spring

Frühling auf dem Jakobsweg

Abb. 2: 50 Shades of Green – Frühling auf dem Jakobsweg

Genauso erfreuen konnte ich mich auch an der Farbpracht, die mir auf einem meiner monat-lichen Pilgertage LeerLauf für den Kopf auf einem der Münchner Jakobswege entgegen-strahlte.

Das war im Frühjahr, und das frühlingsfrische Grün der Bäume leuchtete um die Wette mit der Sonne – und weil die sich gerade hinter den Wolken versteckte, hat das leuchtende Grün in all seinen Schattierungen sogar auch gewonnen.

… Sky

50 shades of Sky

Abb. 3: 50 Shades of Sky – Wetter-Wolken-Meer

Faszinierend auch dieser Himmel über dem Atlantik auf Teneriffa. Mit den minütlich abwechselnden Grau-Blau-Tönen von Himmel und Meer bot sich dem Betrachter ein beeindruckendes Schauspiel. Warten auf den Regenschauer?

Der ließ jedoch auf sich warten – zumindest am Ort der Betrachtung jedenfalls. Eine gute Stunde nach dieser Auf-nahme waren die Wolken sogar bereits wieder verschwunden, und die Sonne strahlte für die nächsten paar Stunden was das Zeug hielt. Das nenne ich Wandlungsfähigkeit und Lebendigkeit.

Ein starkes Bild jedenfalls – auch wenn man für seinen Urlaub sicherlich ein strahlendes Blau vorziehen würde.

… Mind

Ich weiss nicht, wie es Dir, liebe Leserin, lieber Leser, beim Anblick dieser Auswahl an Bildern geht – ich finde die Vielfalt und die zahlreichen Farb-Schattierungen, die uns die Natur mit ihren unterschiedlichen Facetten zeigt, jedenfalls faszinierend. Ich werde auch nicht müde, mich immer wieder daran zu erfreuen.

Zwar bedarf es immer auch ein wenig Achtsamkeit, sich inmitten der Geschehnisse unseres Alltags an solch scheinbar kleinen Momenten erfreuen zu können. Für mich bedeuten diese Augenblicke jedes Mal einen Mini-Urlaub. Auszeit. Hier. Jetzt.

Gleichermaßen spannend finde ich es aber auch, wenn ich mir unsere Kommunikation anschaue. Obwohl es in letzter Zeit ja etwas en vogue geworden zu sein scheint, die Ereignisse dieser Welt oder deren Protagonisten etwas polarisierend darzustellen, finde ich: So einfach ist es nicht.
Auch wenn uns eine Einteilung von Sachverhalten in: Die Guten — die Bösen, richtig oder falsch, Ich/Wir — die anderen, meine Wahrheit vs. Dein Irrtum, Entweder — Oder, Zustimmung oder Widersprechen gewissermaßen eine Orientierung im Leben geben kann, wird es meiner Meinung nach der heutigen Lebensrealität nicht gerecht. Vielfalt & Lebendigkeit lassen sich halt viel besser in bunt oder in Sowohl-als-auch darstellen als in Schwarz-Weiss.

 

Meinungsverschiedenheiten

50 shades of Mind

Denn genauso kann es auch mein Leben bereichern, wenn ich in der Diskussion mit einem Menschen, der eine andere Einstellung hat als ich, versuche hinter das Schwarz & Weiss unserer Überzeugungen zu schauen, z.B. indem ich seine Grundannahmen erforsche. Oftmals lässt sich dabei auch eine gemeinsame Basis finden und es stellt sich heraus, dass der eine oder andere nur in seinen Schlussfolgerungen anders abgebogen ist.
Um wievieles leichter kann so ein Konsens werden, wenn nur noch die halbe Wegstrecke an Meinungsverschiedenheit überwunden werden kann!

 

 

 

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Zusammen-Wachsen

9 Dez

Vorletzte Woche war ich mal wieder auf einer Abendveranstaltung, bei der es darum ging, neue Verhaltensweisen und Gewohnheiten einzuüben. In einer Gruppe von etwa sechs Personen sollten wir uns dem Thema „Zusammen wachsen“ widmen.

Zunächst einmal sprachen wir über unsere ersten Assoziationen zu diesem Begriff, die so viel- fältig waren wie die Teilnehmer. Der eine fand sich spontan an das krankhafte Zusammen-kleben erinnert, das man besonders in Beziehungen zwischen Teenagern beobachten kann, wo beide sämtliche freien Minuten an- und ineinander verschlungen sind. Aber während man ein solches Verhalten bei erstmals verliebten Teenies noch als „normal“ bezeichnen kann, habe ich das Attribut „krankhaft“ deshalb gewählt, weil jede ausschliessliche Fixierung auf den Partnern bewi rkt, dass man gedanklich im eigenen Saft kocht und somit jegliches Wachstum verhindert – wie ein Zweig der nur im Kreis wächst… Eine andere Person aus unserer Gruppe assoziierte einen Vergleich aus der Natur, wo zwei verschiedene Pflanzen den gleichen Wachstumsraum einnehmen und durch Austausch oder ähnliches von der Gegenwart des jeweils anderen profitieren und sich so Schutz oder gemeinsames Wachstum ermöglichen. Bekanntes Beispiel hierfür ist der Clownfisch („Nemo“) und seine Seeanemone.

So verschieden die ersten Assoziationen auch waren, je weiter unsere Gruppe in der Übung voranschritt, desto mehr herrschte Einigkeit darin, dass man (also Personen, wie auch Paarbeziehungen wie auch die Gesellschaft) sich nur weiterentwickeln – also wachsen – kann, wenn ‚man‘ dies nicht alleine tut, sondern gemeinsam mit anderen. Wobei die Betonung in der Diskussion eben auf „gemeinsam mit“ und nicht auf „auf Kosten von“ lag. Im weiteren Verlauf der Übung sprachen wir zunächst darüber, dass es wohl eine ziemliche Herausforderung sei, so manch einen Zeitgenossen dazu zu bringen, von sich aus wachsen zu wollen, bis wir später darauf kamen, dass ja bereits jeder von uns selbst mit kleinen (oder auch großen) Schritten vorangehen könne – und das sogar im ganz normalen Alltag.

Mit der für absolut jeden geeigneten Übung, die uns dazu einfiel, würde nicht nur das tägliche Miteinander in der sonst so anonymen Großstadt deutlich freundlicher werden (Stichwort: zusammen), sondern würde auch der Tag des einen oder anderen einen derart schönen Aufschwung bekommen (Stichwort: wachsen), dass der Mikrokosmos um ihn oder sie herum gleich ein paar Grad freundlicher wäre. Dabei hatte aber niemand aus unserer Gruppe den (Hinter-)Gedanken, irgendjemanden veräppeln zu wollen. Nein, wir alle fanden einfach nur, dass ein bisschen mehr Offenheit und Herzlichkeit unserem Alltagsleben ganz gut täte.

Denn ein Lächeln ist laut dem dänischen Musiker Victor Borge (wobei der möglicherweise auch von Bhudda plagiiert hat) nicht nur der kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen, sondern ist auch noch ansteckend, wirkt attraktiv, es erwärmt somit das Herz von Sender und Empfänger. Und gerade das ist doch im Dezember etwas wirklich Angenehmes, oder?

Aber sehen Sie selbst, welche Übung für wir uns überlegt hatten…

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Ausprobieren und eine herzliche (Vor-)Weihnachtszeit.

Ihre Christina Bolte