Null oder Eins?

12 Aug

Diesen Beitrag hielt ich am 23.07.2018 in freier Rede, so oder so ähnlich, im Toastmasters Club Speakers Corner in München:

Wer von Ihnen kennt das: Beim Frühstück oder im Urlaub am Firmen-Smartphone noch schnell Emails checken? Am Wochenende mit dem Büro-Laptop von zu Hause aus schon mal die Präsentation für den Montag vorbereiten?

Dank moderner Technologien und flexibler Arbeits(zeit)-Modelle verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit zunehmend, und das nicht nur für Selbständige, Geschäftsführer oder Führungskräfte, sondern immer mehr auch für „normale“ Angestellte. WLAN ist allgegenwärtig, Menschen sind zunehmend über Soziale Netzwerke miteinander und überhaupt mit der ganzen Welt verbunden.

Dank neuer Technologien ist es möglich, gemeinsam und ortsunabhängig an gemeinsamen Projekten zu arbeiten. Voraussetzung für diese Art von Vernetzung ist die Digitalisierung. Was zahlreiche Vorteile mit sich bringt, hat auch ein paar Facetten, über die es sich lohnt nachzudenken.

In diesem Beitrag möchte ich beleuchten:

  1. Was Digitalisierung überhaupt ist und
  2. welche Auswirkungen sie auf die Arbeitsbedingungen hat.
  3. habe ich 3 Tipps für Sie, wie Sie sich dafür rüsten können.

Zum Anschauen:

https://www.youtube-nocookie.com/embed/kmJ1eIGe_Us?rel=0

 

oder zum Weiterlesen:

 

Was ist Digitalisierung überhaupt?

Die Bundesregierung hat zur Digitalisierung eine großangelegte Offensive gestartet, weil sie diese als entscheidenden Faktor für Wachstum, Wohlstand und Arbeit von morgen sieht.

Digitalisierung bringt einige Vorteile mit sich, allen voran eine erhebliche Kostenoptimierung und Zeiteinsparung, die manchmal auch mit einer Qualitätsverbesserung einhergeht.

Im Springer-Gabler-Wirtschaftslexikon hab ich eine Definition gefunden, die ich hier stark vereinfacht darstellen möchte: Im 20. Jahrhundert diente die Informationstechnologie (IT) vor allem der Automatisierung und Optimierung. Privathaushalt und Arbeitsplätze wurden durch Computernetze und Softwareprodukte (also Infrastruktur) modernisiert. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts stehen in der Digitalisierung nun eher disruptive Technologien und innovative Geschäftsmodelle im Vordergrund.[1] Die Schlagworte der Zukunft sind Plattformen, Flexibilisierung, Autonomisierung und Individualisierung.

Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung?

Die Digitalisierung verändert also im hohen Maße die Arbeitsbedingungen und die Art und Weise wie Menschen zusammenarbeiten. Es geht also nicht nur um Prozesse – die optimiert werden sollen – sondern auch, was gerne mal übersehen wird vor allem auch um die Zusammenarbeit – um den Menschen: Projekte und Jobs haben zunehmend kürzere Laufzeiten, werden zunehmend „agiler“. Dank Robotik und Künstlicher Intelligenz bedienen längst nicht mehr nur Menschen Maschinen, sondern – und das ist neu in der Geschichte der Menschheit – interagieren Menschen mittlerweile gleichwertig mit Maschinen. Ja, in zunehmendem Maße steuern Maschinen sogar auch Menschen!

Das alles entwickelt sich in einer bisher nie dagewesenen Geschwindigkeit. All diese Veränderungen sind für viele Menschen mit einigen Unsicherheiten verbunden, wie beispielsweise: „Kann ich diese ganzen neuen Anforderungen überhaupt bewältigen?“ von oder: „Ist denn mein Arbeitsplatz eigentlich noch sicher?“

Für Lernen, sinnvoll mit den ganzen Veränderungen und neuen Anforderungen umzugehen, bleibt aufgrund der hohen Arbeitsdichte zumeist keine Zeit. Wenn überhaupt, passiert das quasi „on the job“. Dabei ist Sicherheit ein grundlegendes Bedürfnis von Menschen.

3 Tipps, wie Sie diese Ausgangssituation nutzen können, um gut für die Digitalisierung gerüstet zu sein:

  1. Seien Sie offen für Neues. Bei der Digitalisierung geht es nicht darum, ob wir sie wollen oder nicht. Sie ist schon da. Stattdessen geht es um das „Wann“ und das „Wie“.
  2. Erlauben Sie sich, Fehler zu machen und aus diesen zu lernen. Neue Technologien erfordern einen neuen Umgang damit. Dabei helfen (zeitliche) Freiräume, um das Neue spielend zu erforschen und auszuprobieren.
  3. habe ich zum Abschluss ein paar Fragen für Sie – und ich halte es für absolut erforderlich, dass sich jeder von Ihnen diese für sich selbst beantwortet. Denn wer zu lange damit wartet, für den treffen andere Instanzen eine Entscheidung.

Welchen Platz möchten Sie in der Zukunft einnehmen: Möchten Sie als Mensch nach den Befehlen der Technik springen (sei es, dass Ihr Navi Ihnen diktiert, wie Sie von A nach B kommen, oder Amazon Ihnen sagt was Sie zu kaufen haben), oder soll die Technik vielmehr Ihnen gehorchen?

Die Frage aller Fragen für mich in diesem Zusammenhang ist: Sind Sie Null oder Eins? Sind Sie Sklave oder sind Sie Master?

Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sich zu entscheiden und die entstehende Zukunft mitzugestalten. Die wichtigsten Zutaten dabei sind 1. Offenheit, 2. Neugier und ein spielerischer Umgang und drittens eine klare Entscheidung.

 

 

[1] https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/digitalisierung-54195

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: