Erntedank

4 Okt

Neulich war ich bei meiner „Schwiegerfamilie“ im Pongau (Österreich), wo an dem Tag bereits Erntedank gefeiert wurde. Obwohl ich das Erntedankfest bereits aus meiner Kindheit kenne, hatte ich bisher immer die Assoziation, dass es sich eher um ein Fest für die Landbevölkerung handelt – oder für die Kirchgänger. Wobei ich mich eigentlich keiner der beiden Gruppen wirklich zugehörig fühl(t)e.

Aber nachdem wir ja nun in diesem Jahr ebenfalls unter die „Ackerbauern“ gegangen sind, habe ich erstmals ganz andere Gedanken dazu – vor allem, weil wir auf unserer Ackerfurche ja eigentlich schon seit Wochen regelmäßig Gemüse (vor allem Zucchini) ernten. Und so machte ich mir eben ein paar Gedanken darüber, was ich bereits alles in diesem Jahr ernten konnte.

Zunächst einmal war da auch so manche „Ernte“, die mir mit relativ wenig Aufwand zugefallen ist. Der Kürbis und die Petersilienwurzel von unseren Feldnachbarn beispielsweise, wo ich einfach nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Praktisch, oder? Aber auch so das eine oder andere, was unerwartet mein Geschäft belebte. Für solche „Zu-Fälle“ im Sinne des Wortes bin ich natürlich besonders dankbar.

Außerdem gibt es dann natürlich noch all die sicht- und essbaren Ergebnisse, an denen ich sehe, dass sich mein Engagement letztlich gelohnt hat: die Zucchini, die Karotten, Bohnen und auch der Mangold. Aber auch im beruflichen Bereich freue ich mich nun über das eine oder andere Projekt, in dessen Vorbereitung und Akquise ich viel Zeit, Geld & Herzblut investiert habe.
Als Unternehmer denkt da man natürlich eher: „Das ist doch kein Wunder, so viel Arbeit wie ich in dieses Projekt hineingesteckt habe, das musste ja erfolgreich werden!“

Dennoch ist meiner Meinung nach eine üppige Ernte aber eben nur zum Teil Resultat & Erfolg des eigenen Handelns, sondern zum Teil auch eine Verkettung günstiger Umstände, das heißt eigenes Handeln PLUS (göttlicher) Fügung.

So zum Beispiel sind weder meine Küchenkräuter noch meine Radieschen etwas geworden – und das, obwohl ich regelmäßig gegossen und Unkraut gejätet habe. Ob es dem späten Bodenfrost im Mai oder der Hitzeperiode im Juni geschuldet war, ist letztendlich im Endergebnis auch egal. Tja, und so ähnlich ist es mir auch mit einem meiner beruflichen Projekte gegangen: Trotz all der Arbeit und der Werbung, die ich hineingesteckt habe, war die Resonanz nicht so wie ich sie mir erhofft hatte.

Tja, und so bleibt jeder Erfolg eben doch auch ein kleines Bisschen Geschenk, das uns zuteil wird. Und dafür kann man ruhig auch mal Danke sagen. Egal, ob bei sich selbst, bei denjenigen Menschen, die einen unterstützt haben oder beim Universum. Der Gedanke zählt, und ich bin mir sicher, er wird den richtigen Adressaten erreichen.

In diesem Sinne danke ich auch Ihnen fürs Lesen!

Einen schönen Herbst mit viel Fülle wünscht

Christina Bolte

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Eine Antwort to “Erntedank”

Trackbacks/Pingbacks

  1. Herbst-Gedanken | Wortakupressur - 25. Oktober 2015

    […] auf unserem Ackerstück (siehe auch hier) – denn Ende Oktober ist immer Saisonabschluss. So machte ich mich heute auf den Weg, um noch […]

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