Was Nachhaltigkeit mit Burnout zu tun hat – Teil 1

18 Jan

Nachhaltigkeit ist ja mittlerweile schon fast ein alter Hut, kaum einer mag es mehr hören.
Ursprünglich aus der Forstwirtschaft kommend, mit der Bedeutung, dass nicht mehr Holz gefällt werden darf, als jeweils nachwachsen kann (vgl. Wikipedia, Begriffsherkunft), wird der Begriff heute eher in dem Zusammenhang mit der Bedeutung eines verantwortungsvollen und weitsichtigen Umgangs mit natürlichen oder schwer zugänglichen Ressourcen verwendet.

Egal, ob es sich um die Optimierung des Energieeinsatzes, die Verwendung nachwachsender Rohstoffe oder alternativen Energiequellen oder ein gezieltes Abfallmanagement – häufig bezieht sich der Begriff Nachhaltigkeit auf Bereiche des Umweltschutzes. Wobei kaum ein Unternehmer sich dieses Themas aus reinem Gutmenschentum heraus annimmt, denn viele der genannten Maßnahmen schonen auch den eigenen Geldbeutel.

Denn auch der Faktor Geld ist eine Ressource, mit der es nachhaltig umzugehen heisst. Denn wenn ein Unternehmen (oder auch eine Privatperson oder -haushalt) dauerhaft mehr Geld ausgibt als zur Verfügung steht, führt dies unweigerlich zur Insolvenz.

Um dem steigenden Kostendruck gerecht zu werden und dies zu vermeiden, greifen Unternehmer häufig zu vielfältigen Maßnahmen: Kosteneinspar-Pakete und Stellenabbau sind die häufigsten, über die in der Presse zu lesen ist. Somit sollen Personalkosten eingespart werden und die bestehende Arbeit durch weniger Mitarbeiter erledigt werden.

Leider wird dabei häufig übersehen, dies zwar vordergründig nachhaltig zu sein scheint, langfristig dabei allerdings auf Kosten des Personals (engl.: Human Ressource) gehandelt wird. Es mag zwar makaber klingen, Mitarbeiter als Ressource zu sehen, dennoch finde ich den Vergleich im Zusammenhang mit dem Begriff Nachhaltigkeit gar nicht so abwegig. Denn zum einen handelt es sich tatsächlich um eine natürliche Ressource, um lebendige Menschen aus Fleisch und Blut, die ihre Fachkenntnis und Begeisterungsfähigkeit in ihre Arbeit mit einbringen. Und auch wenn sich diese Tatsache noch nicht flächendeckend herumgesprochen hat – ist die Ressource aber durchaus schwieriger zugänglich, als es scheint. Stichwort: Demografischer Wandel.
Darüber hinaus läßt sich auch feststellen, dass Menschen nicht unbegrenzt belastbar sind, die Medien waren in den letzten paar Jahren voll von Berichten über steigende Fallzahlen von Burnout, Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen.

Daher, lieber Unternehmerinnen und Unternehmer, möchte ich an dieser Stelle plädieren für einen nachhaltigen Umgang mit Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Man kann heutzutage viele Produktionsschritte und andere Prozesse automatisieren. Aber in einem können die ganzen Maschinen und Anlagen mit Menschen nicht mithalten: Mit Leidenschaft und Weiterdenken.
Deshalb: „Pflegen und warten“ Sie Ihr Personal, und gönnen Sie ihnen angemessene Auszeiten. Denn nicht nur Maschinen und Anlagen haben eine Auslegungsgrenze und benötigen Wartungsintervalle, für Mitarbeiter gilt das gleiche.

Wenn Sie dabei Unterstützung brauchen, helfe ich Ihnen gerne weiter.

Herzliche Grüsse und
ein erholsames Wochenende

wünscht Ihnen
Christina Bolte

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3 Antworten to “Was Nachhaltigkeit mit Burnout zu tun hat – Teil 1”

Trackbacks/Pingbacks

  1. Was Nachhaltigkeit mit Burnout zu tun hat – Teil 2 « Wortakupressur - 23. Januar 2013

    […] letzten Mal hatte darüber geschrieben, dass Nachhaltigkeit sich nicht nur auf umweltpolitische Aspekte in […]

  2. Was Nachhaltigkeit mit Burnout zu tun hat – Teil 3 « Wortakupressur - 1. Februar 2013

    […] meinen letzten beiden Beiträgen zum Thema Nachhaltigkeit (die Sie hier und hier finden), hatte ich mich mehr auf die Auswirkungen und Handlungsspielräume in einem […]

  3. Was Nachhaltigkeit mit Burnout zu tun hat – Teil 3 | Wortakupressur - 16. Mai 2013

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