Winterspaziergang

12 Dez

Der gestrige Blick aus dem Fenster inspirierte mich zu folgendem Gedicht:

Morgens schau ich aus dem Fenster,
die Welt sieht heute anders aus:
Dort wo gestern Wald und Felder,
liegt heute weißer Pulverschnee.
Trotz der Kälte lockt mich heiter
ein Spaziergang vor das Haus.

Vor der Tür empfängt mich Stille,
ganz ruhig vom Nebel einwattiert.
Doch genieße ich die Fülle,
die am Waldrand sichtbar wird.

Schlehenfrüchte, Sanddornbeeren,
an blätterlosen Büschen sind.
Diese pflück ich mir zum Wohle –
Die Natur hat noch nicht aus-geschenkt.

Durch den Laubwald geh ich gerne
auch des Winters und bei Schnee.
Karge Bäume, matsch’ge Wege
bieten heute ein besonderes Bild.

Unbelaubt sind Busch und Bäume,
selbst die Lärchen leuchten mickrig gelb.
Das Feuerrot der letzten Wochen ist gewichen,
auch die Tannen zeichnen nur ein wenig grün.

Dennoch scheint der Wald zu leben,
lebendig tobt in meiner Phantasie ein fröhlich‘ Spiel:
Hier ein Tanz von Eich‘ und Buche,
die kuscheln und stehen leicht verdrillt.

Wie als ob sie es nicht wollte,
steht daneben eine weitere Eiche voller Eifersucht.
„Wie menschlich“, denk ich, „ist der Wald doch.“
wenn Buche eicht und Eiche bucht.

Weiter geh ich durch die Kälte,
die der Freude wegen ich kaum spür.
Außerdem erwärmt mich leise
das Wintersonnen-Nebel-Spiel.

Zurück im Hause mollig warm ist’s,
ein Tee wärmt mich nun wieder auf.
Der Duft nach Plätzchen und Gewürzen
erhellt die Stimmung: Weihnachtszeit!

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