Guten Morgen, liebe Sorgen…

1 Mai

„Guten Morgen, liebe Sorgen, seid ihr auch schon alle da? Habt ihr auch so gut geschlafen, na dann ist ja alles klar.“ So begrüßte vor Jahren bzw. Jahrzehnten ein deutscher Sänger (ich glaube Jürgen von der Lippe war’s) seine ihn ständig begleitenden Sorgen.

 Behandeln und begrüßen Sie Ihre sorgenvollen Begleiter oder alles was Sie sonst bekümmert oder beschäftigt auch so liebevoll? Vermutlich eher nicht, wer tut das schon? Vermutlich sind sie den meisten von uns eher lästig, denn wer lässt sich schon gerne in seinem Alltag „stören“? Wer kann schon Sorgen gebrauchen, insbesondere in einer Zeit wie der jetzigen, mit seinen schnelllebigen Veränderungen und Anforderungen?

Sorgen stören mich nur in meiner Kreativität und meinem Schaffen, deshalb will ich Sorgen im Moment am besten loslassen, damit ich Platz habe für Neues und Lebendiges. Diesbezüglich spricht ja sogar unsere deutsche Sprache Bände: Be-sorgt sein, sich um etwas sorgen, für etwas Sorge tragen…

 Ja, manchmal trägt man schwer an seinen Sorgen, nicht umsonst fühlt man sich dann be-Last-et… Ja, täte es nicht gut, seine Sorgen, seine Lasten einfach nur mal für einen Moment loslassen zu können?
Ja, das tut es, und letztendlich ist es gar nicht so schwer.

Eigentlich ist es sogar so einfach wie das Atmen:

  • Ausatmen ist Loslassen – nicht nur verbrauchte Luft lässt man mit dem Ausatmen los (denn sonst vergiftet das angesammelte CO2 den Körper und den Geist), sondern auch alles andere Verbrauchte, Störende oder Belastende.
  • Dann ist erstmal Stille, Pause. Der Atem sammelt sich.
  • Mit dem Einatmen (das übrigens von ganz alleine passiert, ohne unser Zutun) schöpfen wir neben dem Sauerstoff für unsere Zellen auch Kraft für neue Impulse – nicht umsonst heißt Einatmen auf lateinisch auch Inspiratio(n).

Darum: Achte auf Deinen Atem, denn er verbindet Dich mit dem Hier & Jetzt. Achte auch auf Deine Gedanken, denn – so sagt ein asiatisches Sprichwort – sie werden Worte. Achte auf Deine Worte, sie werden Taten. Achte auf Deine Taten, sie werden Gewohnheit…

Der Atem bringt uns Lösung, Loslassen und Leichtigkeit. Trotz aller Sorgen, Traurigkeit, Ent-Täuschung, Ärger, Ängste (kommt das eigentlich von Enge?), atme ich immer weiter. Ich atme und nehme wahr. Ich bleibe aufrecht, dann klappt das auch mit dem Atmen besser. Aufrecht – und aufrichtig. 

Also, passend zum Motto „Alles neu macht der Mai“: Seien Sie unbe-sorgt – und atmen Sie erstmal tief ein und wieder aus!

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