Karneval – Und welche Rolle spielen Sie?

3 Mrz

Helau und Alaaf, es ist wieder Karnevalssaison! Die Zeit der Narren, Faschings-Prinzen und -prinzessinnen, der großen und kleinen Harry Potters und seiner Kollegen, von Männern mit blondzöpfigen Perücken oder auf andere Art verkleidete Faschingsfreunde. 

Wie steht es mit Ihnen – sind Sie auch dabei, wenn es demnächst wieder ans Feiern geht? In welche Rolle schlüpfen Sie in diesem Jahr? Lassen Sie es auch so richtig krachen, auf dass der Kater sich erst am Aschermittwoch vertreiben lässt? Und mit dem Kater sich manchmal der Katzenjammer blicken lässt – vor allem dann, wenn sich herausstellt, dass die hübsche blonde Prinzessin im wahren Leben  doch eher einer grauen Maus gleicht oder der bildhübsche Latin Lover eher verwandt mit Spargel-Tarzan ist als mit Julio Iglesias? 

Oder gehören eher Sie zu der Fraktion derjeniger, die der Meinung sind, im „normalen Leben“ ohnehin schon genügend Rollen besetzen zu müssen? Nein, die Rede ist nicht von Schizophrenie – ich meine die ganz normalen Rollen des Alltags: 

Die meiste Zeit des Arbeitstages verbringen die meisten Menschen vermutlich in der Rolle als Arbeitnehmer/in, Schüler/in oder Student/in, Mitarbeiter/in oder Kolleg/in oder manche Menschen auch als Chef/in.

Und findet man sich nicht innerhalb seiner Familie ganz automatisch – natürlich je nach Alter und Geschlecht – in den verschiedenen Rollen als Sohn, Bruder, Ehemann bzw. Partner, Vater oder Opa oder frau als Tochter, Schwester, Mutter, Oma, Ehefrau bzw. Partnerin?

Und dann gibt es natürlich noch die unterschiedlichen Situationen, in denen wir Nachbar oder Gast sind, Freund bzw. Freundin, Kunde oder Kundin, oder ganz einfach auch mal Sitznachbar in der S-Bahn sind. 

Verhalten Sie sich in all diesen Szenen Ihres Lebens gleich? Wie oft und wie gerne spielen Sie all diese verschiedenen Rollen? Gibt es eine, in der Sie sich besonders wohl fühlen? Oder fühlen Sie sich in der einen oder anderen Rolle doch eher unbehaglich und nicht wohl?
Ja, genau, gibt es eine oder mehrere Ihrer unterschiedlichen Rollen, die Ihnen überhaupt gar nicht entspricht? Haben Sie sich mal überlegt warum das so ist? Liegt es möglicherweise den unterschiedlichen Gewichtungen der Faktoren wie Spass, Verantwortung und Austoben-Können der verschiedenen Rollen?

Oder passiert es Ihnen auch ab und zum mal, dass Sie sich mal in Ihren Rollen vertun? Dass Sie zum Beispiel von Ihrer täglichen Arbeit nach Hause kommen und Ihrer Familie immer noch als „die Lehrerin“ begegnen anstatt als Mutter bzw. Ehefrau oder Ihre Kinder so anreden wie Ihre Kollegen auf der Baustelle?

Das sind natürlich ziemlich extreme Beispiele, aber sie sollen verdeutlichen, wie wichtig es ist, dass wir uns zwischendurch immer wieder mal bewusst machen, in welcher Rolle wir uns gerade befinden bzw. ob unsere derzeitige Rolle dem Umfeld angemessen ist. Natürlich kann es passieren, dass wir versehentlich einmal die falsche Rolle annehmen, aber die Reaktionen unseres Gegenübers zeigen uns dies häufig sehr schnell. Und dann heisst es: Raum verlassen, 3x tief durchatmen oder 2x um die eigene Achse drehen, was auch immer Ihnen hilft, das unpassende Kostüm abzustreifen. 

Und zum Abschluss sein nun noch die Frage erlaubt, wann Sie eigentlich – inmitten Ihrer verschiedenen Rollen, die Sie spielen – sich selbst sind (spielen müssen Sie sich ja nicht). Oder haben Sie sich in den anderen 100 Rollen Ihres Lebens so gut verkleidet, dass Sie sich schon gar nicht mehr erkennen?

Nun, welche Rolle Ihnen auch immer am besten gefällt bzw. in welcher Rolle Sie sich am besten gefallen: Genießen Sie die Närrische Zeit und vor allem haben Sie Freude daran, einfach mal eine neue Rolle auszuprobieren, denn das erweitert das eigene Repertoire ungemein.  Aber vergessen Sie nicht, sich hinterher wieder zu „ent-rollen“…

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Eine Antwort to “Karneval – Und welche Rolle spielen Sie?”

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  1. Aus der Maske auf die Bühne: Einladung zur Wahrhaftigkeit! « Wortakupressur - 14. März 2012

    […] ich meine? Dazu hatte ich im letzten Jahr schon einen kleinen Blog-Artikel verfasst, den Sie hier  nachlesen können. Aber vermutlich können Sie sich ohnehin schon denken, dass ich mit […]

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